Gladbeck - Wohl kaum ein anderes Thema hat in Gladbeck in den letzten Jahren für so viel Diskussionsstoff gesorgt, wie das Angebot von Land und Bund zum Ausbau der B 224 in Gladbeck. Rund 500 Gladbeckerinnen und Gladbecker waren bei der ersten Informationsveranstaltung der Stadt in der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Im Informationsbüro der Stadt im Neuen Rathaus geben sich interessierte Bürgerinnen und Bürger die Klinke in die Hand und informieren sich bei dem jungen Team des Informationsbüros: Tim Deffte, Christiane Schmidt und Katrin Weidmann. Besonders das neue Modell des Tunnels und des künftigen Autobahnkreuzes stößt auf großes Interesse.
Auf der Internetseite der Stadt gehen zahllose E-Mails ein, in denen Fragen nach fast jedem Detail des geplanten Ausbaus der B 224 und insbesondere zum Tunnel und der Stadtallee, die einmal auf dem Tunnel entstehen soll, gestellt werden.
Wir haben einige Fragen und Antworten zusammengestellt:
Wie hoch über der momentanen A 2 wird das neue Autobahnkreuz liegen?
Der Überflieger wird etwa 8,2 Meter über der heutigen Fahrbahn der A 2 und 14,2 Meter über der heutigen B 224 liegen.
Es wird soviel davon gesprochen, dass der Gewerbepark Gladbeck-Brauck künftig keine Anbindung mehr an das Autobahnnetz hat. Ist das richtig? Was passiert dann mit den
Unternehmen im Gewerbepark und den Arbeitsplätzen?
Der Gewerbepark Gladbeck-Brauck wird auch zukünftig eine hochwertige Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz erhalten.
Als Ersatz für den Wegfall der Direktanbindung an die heutige B 224 in Höhe der Anschlussstelle Essen/Gladbeck erhält der Gewerbepark ab Kösheide/Welheimer Straße künftig eine Anbindung an die Autobahn A 52 über eine neue Parallelstraße zur neuen Anschlussstelle Bottrop-Boy an der Horster Straße/Brauckstraße (etwa in Höhe des Möbelzentrums Ostermann).
Diese Anbindung ist vor allem für den Schwerlastverkehr und für den Fernverkehr gedacht.
Für den überörtlichen Verkehr vom und zum Gewerbepark Brauck ergeben sich nach Aussagen des städtischen Verkehrsgutachters Prof. Dr. Martin Lühder, FH Münster keine gravierenden Veränderungen. Der Schwerlastverkehr aus Richtung Süden erreicht den Gewerbepark Gladbeck-Brauck über die Anschlussstelle Bottrop-Boy und die künftige Parallelfahrbahn zur A 52.
Der überörtliche Verkehr aus Richtung Norden muss zwar einen kleinen Umweg fahren, dafür entfällt die Zeit, die diese Fahrzeuge bisher auf der heutigen B 224 im Stau in etwa in Höhe der Anschlussstelle Gelsenkirchen Buer West / Stadtgrenze Gladbeck verbracht haben.
Die allermeisten Unternehmen im Gewerbepark-Brauck haben allerdings vor allem Kunden aus Gladbeck und den Nachbarstädten und müssen nur selten von schweren Lkw angefahren werden. Gerade für Kunden aus Gladbeck und den Nachbarstädten verschlechtert sich die innerstädtische Erschließung des Gewerbeparks Gladbeck-Brauck nicht.
Im Gegenteil: Der Gewerbepark wird künftig von der Stadtmitte und aus den nördlichen Stadtteilen über die Stadtallee besser erreichbar sein. Außerdem wird durch die neue Stadtallee in der Innenstadt eine bessere Verteilung der Verkehre im städtischen Verkehrsnetz erreicht.





