Kirchhellen - Mit dem Fahrrad vom Bahnhof in Feldhausen in die Dorfmitte radeln, das ist momentan nur für die Pendler möglich, die ihren Drahtesel im Zug mitnehmen oder am Feldhausener Bahnhof „geparkt“ haben. Ändern will das die Firma Nextbike und zwar mit den sogenannten Metropolrädern.
In Bottrop stehen Radlern diese bereits seit 2010 zur Verfügung. Fahrräder sind hier rund um die Uhr an 16 Standorten zu entleihen. Fünf weitere Stationen sollen in Kürze folgen, drei davon in Kirchhellen. Mögliche Standorte könnten hier unter anderem der Bahnhof in Feldhausen, die Schulstraße, der Johann-Breuker-Platz, die Schulze-Delitzsch-Straße oder auch Grafenmühle sein. Diese Ideen wurden in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt. Dort mehren sich aber die kritischen Stimmen, nachdem vor Projektbeginn in Bottrop nur die FDP Bedenken anmeldete. CDUFraktionssprecherin Dorothee Askemper gab zu bedenken, dass die Strukturen in Kirchhellen durchaus anders seien als in Großstädten. Mit ihrer kritischen Bemerkung blieb die CDU-Politikerin nicht alleine. Selbst Bezirksbürgermeisterin Margot Hülskemper sieht in Kirchhellen nur ein kleines Segment an potenziellen Nutzern.
Und tatsächlich sprechen schon die Bottroper Verleihzahlen nicht gerade für das subventionierte Projekt. Sie sind augenscheinlich so gering, dass der Anbieter schon davon spricht, nicht rentable Standorte zu schließen. So stellt sich die Frage: Braucht es solche Metropolräder in Kirchhellen wirklich? Immerhin müssten zur Errichtung der Stationen pro Standort 2.000 Euro an Steuermitteln aufgewendet werden. Vorläufig sollen nun zunächst die Standorte in Kirchhellen geprüft werden, den schon hier gibt es Dissonanzen zwischen Stadt und Betreiber. Erst dann wird sich zeigen, ob Kirchhellen an das Metropolenprojekt angeschlossen wird. gk




