Die Stadt Bottrop und somit auch die Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen übernimmt Verantwortung und tritt der Magna Charta Ruhr.2010! bei. Eine entsprechende Erklärung wurde vom Rat der Stadt und von der Bezirksvertretung verabschiedet. Somit heißt es nun auch in der Kirchhellener Verwaltungsstelle, dass die Vergabepraxis so gestaltet wird, dass keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit beschafft werden. Konkret geht es dabei um die von Weltläden, Kirchen und Eine-Welt-Initiativen initiierte „Magna Carta Ruhr.2010! - Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit”, die jetzt auch Bottrop offiziell unterstützt.
Danach erhalten nur noch solche Firmen Aufträge der Stadt, die sich dazu verpflichten, keine Waren zu liefern, die Kinder in Zwangsarbeit herstellen mussten. Um die Situation der arbeitenden Kinder zu verbessern, streben die Unterstützer der Magna Charta 2010! ein Ende der ausbeuterischen Kinderarbeit an, ebenso wie die Stärkung des Fairen Handels, denn nur dieser bietet echte Alternativen zur Ausbeutung von Kindern. Das beginnt bei der Anschaffung von Dienstkleidung bis hin zu Blumensträußen zu Jubiläen und Fußbällen für den Sportunterricht. Aber auch die Verwendung von fair gehandelten Produkten wie Kaffee und Tee für die Verwaltungsstelle und die Bezirksvertretungssitzung sind in der Verpflichtung impliziert.
Besonders erfreulich ist, dass der Beschluss in Einstimmigkeit unter den Parteien erfolgte. Die Grünen und die DKP hatten sich für den Beitritt der Stadt stark gemacht und wurden von den anderen Parteien dabei unterstützt.
Das faire Beschaffungswesen ist in anderen Städten bereits an der Tagesordnung. Die Stadt München ist dabei Vorreiter. Dort wurde im April 2003 die Vergabepraxis geändert. gj
Die „Magna Charta Ruhr.2010!“ soll am 12. Juni 2010, dem internationalen Tag gegen ausbeuterische Kinderarbeit, von allen 53 Stadtoberhäuptern der Kulturhauptstadt unterzeichnet werden. So soll langfristig aus dem Ruhrgebiet eine „Faire Metropole Ruhr” werden.
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