Die Arbeiten an der sanierungsbedürftigen Europabrücke haben begonnen
Die Sanierung der Europabrücke – für Gladbecker Verhältnisse ist es gar schon ein Mammutprojekt, denn bei einem Gesamtvolumen von über sechs Millionen Euro und fast zwei Jahren Bauzeit sucht man vergleichbare städtische Bauprojekte in den letzten Jahren vergeblich. „Wir betreten mit der Sanierung der Brücke in gewisser Weise Neuland“, muss auch Bürgermeister Ulrich Roland eingestehen. „Seit der Sperrung im Juli 2008 haben wir mit unserem Gutachter Prof. Dr. Ing. Martin Mertens von der Uni Bochum intensiv an einem Sanierungskonzept gearbeitet“, erläutert das Stadtoberhaupt weiter. Einsturzgefährdet war die Brücke, die den Norden der Stadt erschließt nie. Die Sperrung daher eine reine Sicherheitsmaßnahme.
Seit Anfang August haben die Bauarbeiten endgültig begonnen, die nördliche Brückenseite bleibt für die Sanierung gesperrt, Autofahrer, Fußgänger und Radler müssen nun mit der südlichen Brückenseite Vorlieb nehmen.
Innerhalb der Baustelle gilt ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern und auch die Fahrspuren sind verengt. In Fahrtrichtung Kirchhellen musste die Haltstelle der Buslinien 253, 254, 258, CE 56 und des Bahnbusses 188 verlegt werden. Zu großen Staus wird es aber wohl nicht kommen. „Das haben wir ja schon bei der einseitigen Sperrung festgestellt. Es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen, was dafür spricht, dass die zweispurige Brücke damals sehr großzügig angelegt wurde.“
Unter und in der Brücke wird nun parallel gearbeitet. Das ist nach erneuter materialtechnischer Untersuchung durch das Planungsamt möglich geworden. Ursprünglich war man davon ausgegangen, die Baumaßnahmen jeweils nacheinander durchführen zu müssen, nun erhofft sich die Stadt durch die Möglichkeit der Zusammenlegung, die Bauzeit und auch Kosten reduzieren zu können.
Da der Baubeginn drei Wochen früher als geplant realisiert werden konnte, können sich die Schüler der benachbarten Schulen ab Beginn des neuen Schuljahres an die geänderte Streckenführung gewöhnen. gk/js