Ein verklinkerter Würfel mit einer schimmernden Metalltür – ganz unspektakulär, aber zweckmäßig, kommt die neu errichtete Toilettenanlage daher, die sich seit Mitte Mai am Eingang des Alten Friedhofs an der Straße „An St. Johannes“ befindet.
Wer sich nämlich bislang zum Friedhofsbesuch oder der Grabpflege länger auf dem Friedhof aufhalten musste, hatte weit und breit keine Möglichkeit, eine Toilette aufzusuchen. Jetzt ist die neue Toilettenanlage für Friedhofsbesucher freigegeben. Die Tür öffnet und schließt vollautomatisch, der Eingang ist breit angelegt, auch innen ist das WC behindertengerecht ausgestattet.
Das Gebäude mitsamt seiner Ausstattung, einem Technikraum und Erschließungskosten hatte jedoch seinen Preis. Nach Angaben der Stadtverwaltung beliefen sich die Kosten für das gesamte Bauprojekt auf 63.000 Euro. Zusätzlich mussten 20.000 Euro für die Erschließung von Strom- und Wasseranschlüssen sowie Entwässerung und Blitzschutz aufgebracht werden. Die Bezirksvertretung Kirchhellen übernahm mit 38.000 Euro aus dem bezirksbezogenen Haushaltsansatz einen erheblichen Teil der Kosten.
Die Notwendigkeit eines Toilettengebäudes sah man bei Stadt und Bezirksverwaltung bestehen, da der Friedhof nach Aufhebung des Schließungsbeschlusses wieder für langfristige Beisetzungen freigegeben ist. Für die steigende Anzahl an Besuchern auf dem Alten Friedhof ist also vorgesorgt.
Die regelmäßige Reinigung der Anlage übernimmt eine Reinigungskraft des Friedhofs. Bleibt zu hoffen, dass der Kubus nicht Verschmutzung und Vandalismus zum Opfer fällt. js



