Zum Gedenken an die Kriegsopfer
09.09.2010
Heimatverein gestaltet das Mahnmal in Grafenwald neu – Drei Tafeln werden am Ehrenmal angebracht
Die Namen aller Grafenwälder Opfer der beiden Weltkriege sollen nun endgültig am Mahnmal erscheinen. Dazu wird der Verein für Orts- und Heimatkunde, genauer gesagt, der Arbeitskreis Grafenwald, in Kürze drei Tafeln am Ehrenmal anbringen.
„Während der Erstellung des Heftes Nr. 40 ‚Gegen das Vergessen – Kirchhellener Soldaten, Gefallene und Opfer der Kriege’ und der damit verbundenen Sichtung von Totenzetteln und Fotos kam uns die Idee zu den Tafeln“, erklärt Dr. Peter Scheidgen das Vorhaben, „ der Ausgangspunkt der Überlegungen war, dass die Namen der Gefallenen am Mahnmal angebracht werden sollen.“ Als Vorbilder dienen die Ehrenmäler in Kirchhellen und Feldhausen, die die Namen der Opfer bereits tragen. In Grafenwald musste das Mahnmal Anfang der 1970er Jahre der neuen Kirche weichen. Jedoch wurden die Namen der eingemeißelten Gedenktafeln auf Papier gebracht und 1973 feierlich in zwei Kupferhülsen in die neue Gedenkstätte eingemauert. Im April des vergangenen Jahres holten Mitglieder des Arbeitskreises gemeinsam mit Pastor Manfred Stücker die Hülsen ans Tageslicht und waren erstaunt, wie gut lesbar noch alles war. Damit war der Grundstein für drei neue Tafeln aus umbragrauem Einscheibensicherheitsglas mit grauen Schriftzeichen gelegt, die im Oktober auf die restaurierten Wände des Ehrenmals angebracht werden.
Neben den Namen der Kriegsopfer trägt die mittlere Tafel den Leitspruch „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit. Kein Frieden ohne Versöhnung“, der von Pastor Manfred Stücker ausgewählt wurde. gj