„Die Kirchengemeinde St. Johannes kann auf eine 225-jährige Pilgertradition zurückblicken“, berichtet Pastor Manfred Stücker. Bereits im Jahre 1784 startete die erste Wallfahrt der Kirchhellener zum größten Wallfahrtsort Nordwest-Europas: Kevelaer – für etwa eine Million Pilger jährlich Ort des Gebets und der Rückbesinnung. Ziel aller Pilger ist die Gnadenkapelle mit dem Marienbild „Trösterin der Betrübten“, die Kerzenkapelle und die Marienbasilika, in der die Pilgergottesdienste stattfinden.
Die Fußpilger starten bereits am Samstag um 4.30 Uhr nach dem Pilgersegen in der Pfarrkirche. Nach 40 Kilometern und Übernachtung in Xanten geht es Sonntag weiter nach Kevelaer.
„Wir verzeichnen jedes Jahr kontinuierliche Teilnehmerzahlen, auch viele junge Menschen schließen sich uns an“, berichtet Pastor Stücker. Das liegt vor allem an den vielfältigen Möglichkeiten, die angeboten werden. „Wer zu Fuß pilgern möchte und sich die 60 Kilometer nicht zutraut, kann sich auch erst später anschließen.“ Außerdem werden die Fußpilger die ganze Zeit über mit dem Auto begleitet. Familien bevorzugen die Radtour, die Sonntag um 5 Uhr startet. Auch auf Inlinern sind einige Pilger unterwegs. Etwas komfortabler ist die Busfahrt ab 9 Uhr. Bis zu 70 ehrenamtliche Helfer organisieren die Wallfahrt, kümmern sich um die Verpflegung, die Betreuung der Fußpilger und sorgen für eine reibungslose Busrückfahrt für alle Pilger und deren Fahrräder.
Nach 225 Jahren leistet die Wallfahrt auch ihren Beitrag zur „Völkerverständigung“. „Inzwischen interessieren sich auch immer mehr Gemeindemitglieder aus Grafenwald und Feldhausen für die Wallfahrt. Darüber würden wir uns auch in diesem Jahr sehr freuen“, sagt Pastor Stücker. Wer sich noch kurzfristig entscheidet, an der diesjährigen Wallfahrt vom 22. bis zum 23. August teilzunehmen, kann sich nach den Gottesdiensten oder im Pfarrbüro anmelden. js


