Auch Johannes Grewer von der Firma Zimmerei und Dachdecker Grewer kämpft jedes Jahr mit dem Herbstlaub. „Viele Kunden rufen gerade im Herbst bei uns an, weil Dachrinnen oder Gullis auf Flachdächern verstopft sind“, sagt der Fachmann aus Kirchhellen. Schnell kommt es so zu Schäden. „Wenn das Wasser nicht mehr abfließen kann, staut es sich auf und beschädigt so die Bausubstanz.“ Um Vorsorge zu treffen empfiehlt der Fachmann, das Hausdach einmal im Jahr von einem Dachdecker prüfen zu lassen. „So können kleine Schäden, wie zum Beispiel verrutschte Dachpfannen, gleich mit behoben werden.“ Wer möchte, kann sogar einen so genannten Wartungsvertrag abschließen. Viele Dachdecker-Betriebe bieten diesen bereits an. Dann kommt der Dachdecker automatisch einmal im Jahr um das Dach zu prüfen. „Schließlich ist der Schaden oftmals teurer als die Wartung“, weiß Johannes Grewer aus Erfahrung.
Anders als auf dem Dach darf das Laub unter den heimischen Bäumen und Sträuchern getrost bis zu 15 Zentimetern hoch liegen bleiben. Hier wird es mit der Zeit zu einem guten Humus. Ein Tipp: Das Laub kann hier am besten mit etwas Erde bedeckt werden, so weht es an windigen Tagen nicht durch den ganzen Garten. Der Rasen hingegen sollte Laub-frei gehalten werden. Er verträgt die Blätterschicht nicht und wird ansonsten schnell gelb.
Übrigens, nicht immer passt all das Laub, was die Bäume im Herbst fallen lassen in die Bio-Tonne. Wer genügend Platz hat sollte daher über einen Kompost nachdenken. Hier lassen sich Rasenschnitt gemischt mit Laub zu einer guten Gartenerde ansetzen. Allerdings gibt es Unterschiede bei den Blättern. Die Blätter von Kastanien, Eichen, Platanen, Pappeln und Buchen enthalten viel der so genannten Gerbsäure und verrotten daher nur sehr langsam. Es ist daher ratsam diese Blätter mit Hilfe des Rasenmähers zu zerkleinern. Außerdem hilft eine Prise Steinmehl die Säure der Blätter zu neutralisieren. Das Gute am Kompost: hier kann man auch Küchenabfällen entsorgen.



