Für den Hausgebrauch teilen wir hierzulande die Kartoffelsorten entsprechend ihrer Kocheigenschaften ein. Unterscheidungskriterien innerhalb dieser Kategorien sind Stärkegehalt Schalenfarbe, Fleischfarbe und Knollenform. Darüber hinaus werden auch Kartoffelsorten angebaut, die nicht für den Hausgebrauch geeignet sind. Die Industrie verarbeitet diese beispielsweise für die Herstellung von Pommes Frites weiter. Futter- und Pflanzkartoffeln werden in der Landwirtschaft verwendet.
Festkochende Kartoffelsorten (Kochtypen A und A-B) wie beispielsweise Cilena, Sieglinde oder Linda eignen sich daher vor allem für Kartoffelgratins, feste Pellkartoffeln sowie für Kartoffelsalate, weil sie beim Kochen nicht aufplatzen.
Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten (Kochtypen B-A und B), darunter die so wohlklingenden Sorten Leyla, Christa und Gloria, werden für allerlei Kartoffelgerichte verwendet.
Ob Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln, Eintöpfe, Suppen, Puffer oder Rösti, diese Sorten bestechen durch ihre mittlere Festigkeit, die nach dem Kochen der Gabel leicht nachgeben.
Kartoffelpüree, Knödel, Reibekuchen, Kroketten oder Backkartoffeln lassen sich prima mit mehlig kochenden Kartoffelsorten (Kochtypen B-C und C) zubereiten.
Freya, Likaria und Irmgard enthalten viel Stärke und platzen beim Kochen am ehesten auf.



