Kirchhellen - Das Thema Müll ist in Kirchhellen ein brisantes Thema. Nicht nur der illegale Schrottplatz am Alten Postweg ärgerte die Kirchhellener über Jahre. Immer wieder finden sich am Wegesrand schmutzige Hinterlassenschaften.
Auf diese stieß auch der Hobbyläufer Michael Hermann. Bei seiner morgendlichen Jogging-Tour stolperte er nahezu über weggeworfene Kaffeebecher, Zigarettenschachteln und so manche anderen Gegenstände. „Ich bin diese Strecke lange nicht gelaufen“, sagt der Kirchhellener, der vom jetzigen Zustand mehr als schockiert war. Doch sich einfach nur zu ärgern, dass war Michael Hermann zu wenig. Wieder zu Hause angekommen griff er zu Müllcontainer und Arbeitshandschuhen und machte sich auf eine zweite Runde über die Schneiderstraße, das Sensenfeld, die Hiesfelder Straße und die Bottroper Straße. „Diesmal allerdings nicht im Laufschritt, sondern auch mit Stopps.“ Ein Taschentuch hier, ein Bonbonpapier da, daneben ein Pappbecher oder eine Dose. Gut 90 Minuten brauchte der joggende Müllmann für die sieben Kilometer lange Strecke. „Danach war der Container randvoll.“
Wenn es nur mehr von dieser Sorte Mensch gäbe, dann wären die Straßen in und um Kirchhellen wohl weitaus sauberer. Noch besser wäre es allerdings, Spaziergänger und Autofahrer würden ihren Müll erst gar nicht in der Natur abladen. Denn Umweltschutz fängt im Kleinen an. gk


