Auch wenn die Zeichen immer noch auf Wirtschaftskrise stehen, die Zahlen, die das Bottroper Finanzamt nun im Rückblick auf das vergangene Jahr präsentierte, sehen trotzdem nicht düster aus. „Ganz im Gegenteil, im Vergleich zu anderen Regionen schneiden wird sogar gut ab“, sagt Franz Schulze, seit einem halben Jahr neuer Leiter des Amtes. Im Bereich Lohnsteuer konnte ein Plus von 1,53 Millionen Euro geltend gemacht werden.
Über eine Sache dürften sich die Kirchhellener allerdings weniger freuen. So wurde die Zuständigkeit für die Fälle der Land- und Forstwirtschaft zentralisiert. Das Finanzamt Borken ist damit nun für die hiesigen Landwirte zuständig. „Keine Frage, der Weg ist natürlich weiter, allerdings bietet das Borkener Finanzamt eine schnellere und bessere Betreuung“, sagt Franz Schulze. Immerhin seien es lediglich 263 Steuerpflichtige, die dieser Beschluss trifft. „Borken betreut weitaus mehr und bietet daher eine ganz andere Fachkompetenz in dem speziellen Steuerrecht der Land- und Forstwirtschaft.“
Wege spart man jetzt allerdings in Sachen Steuererklärung. Wer bisher die Fahrt von Kirchhellen nach Bottrop auf sich genommen hat, um seine Steuererklärung persönlich einzureichen, der kann sich diese künftig sparen. „Im Bürgerbüro werden die Steuererklärungen zwar noch angenommen, aber nicht mehr sofort erschließend bearbeitet“, erklärt Franz Schulze, „Sie werden nun, wie die postalisch zugestellten, in Reihenfolge des Eingangsdatum bearbeitet.“
Das Finanzamt bittet darum möglichst von telefonischen Anfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen, denn dadurch wird Zeit beansprucht, die durch die Beamten besser zur Fallbearbeitung genutzt werden kann. gk



