Natur und Kultur pur
25.03.2010
Das Elbsandsteingebirge zwischen Dresden und Prag bietet ein ungeahntes Naturschauspiel
Foto: Herbert Boswank/Tourismusverband Sächsische Schweiz
Affensteine, Tafelberge, ein Malerweg und die Bastei – all das sind Symbole, die den Nationalpark Sächsische Schweiz inmitten des Elbsandsteingebirges ausmachen. Das gesamte Gebirge links und rechts der Elbe liegt im äußersten Südosten der Bundesrepublik, wenige Kilometer von Dresden entfernt, zwischen dem Erzgebirge und dem Lausitzer Gebirge. Es erstreckt sich von Pirna über die tschechische Grenze hinaus bis nach Böhmen. Der deutsche Teil trägt den Namen „Sächsische Schweiz“ und umfasst etwa 368 Quadratkilometer. Sandsteinnadeln und bizarre Felsriffe mit skurrilen Kiefern, urwüchsige Buchenwälder, geheimnisvolle Höhlen und tiefeingeschnittene Wildbäche sind seit 1990 als Nationalpark geschützt. Gemeinsam mit einer geschützten Landschaft aus weiten Ebenheiten mit Wäldern, Wiesen und Feldern, majestätischen Tafelbergen und der sich windenden Elbe bildet er die Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Ob Wandern, Klettern, Kultur oder Radfahren – die Sächsische Schweiz bietet ein vielfältiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten im Urlaub. Der Erholungsfaktor ist denjenigen gegeben, die sich dem Naturschauspiel der Felsenlandschaft inmitten teils unberührter Natur hingeben. Denn auf Einwirkungen des Menschen in die Natur wird weitgehend verzichtet – frei nach dem Motto "Natur - Natur sein lassen". So liegen dann auch schon einmal Baumstämme auf dem Weg, die es zu überqueren gilt. Der Wald regeneriert sich selbst und soweit es für den Wanderer nicht gefährlich ist, bleibt eben alles so wie es ist.
Foto: Frank Richter/Tourismusverband Sächsische Schweiz
Wer sich auf Schusters Rappen begeben möchte, findet zahlreiche gut
ausgebaute und ausgeschilderte Weg zum Wandern. Leichte Strecken mit
wenig Steigungen oder Wanderrouten mit kleinen Klettereinlagen - für
jeden ist etwas dabei und zu entdecken gibt es eine Menge. Ein
interessantes Angebot für Urlauber, die beim Wandern etwas mehr zu
Historie, Flora, Fauna und den Geschichten zur Region erfahren wollen.
Da wäre beispielsweise die berühmte Bastei, eine Felsformation mit
Aussichtsplattform am rechten Ufer der Elbe zwischen dem Kurort Rathen
und Stadt Wehlen. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen
der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über
194 Meter steil zur Elbe ab. Die unbeschreibliche Aussicht ins Elbtal
und über das Elbsandsteingebirge ist der Lohn für einen teilweise
anstrengenden Aufstieg.
Schon im 18. Jahrhundert kamen Künstler in
die Region, angezogen von den wundervollen Aussichten, den bizarren
Felsen, tiefen Schluchten und Tälern. Sie begannen ihre Wanderung meist
im Liebethaler Grund, über die Bastei, zur Hinteren Sächsischen Schweiz
bis hin zum Prebischtor. Diese Route wurde unter dem Namen „Malerweg“
bekannt. Auf ihrem Weg durch diese malerische Landschaft entstanden
somit einige wunderbare Gemälde wie z.B. „Der Wanderer über dem
Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich oder „Der Marktplatz von Pirna“
von Bernardo Belotto. Bekannte Maler wie Ludwig Richter, Carl Gustav
Carus oder die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff ließen sich von
der atemberaubenden Natur im Elbsandsteingebirge inspirieren. Adrian
Zingg und Anton Graff wird übrigens die Namensgebung „Sächsische
Schweiz“ zugeschrieben.
Foto: Frank Richter/Tourismusverband Sächsische Schweiz
Der Malerweg ist mit seiner Länge von 112
Kilometern einer der traditionsreichsten Wege im Elbsandsteingebirge und
gehört zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands!
Ein weiteres
Muss für jeden Besucher der sächsischen Schweiz ist die Festung
Königstein. Hierbei handelt es sich um eine der größten Bergfestungen in
Europa oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe. Das
9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe und
zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und
zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1.800 Meter
lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im
Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen
Sachsens und zweittiefste Brunnen Europas.
Mit dem Rad lässt sich
ein Teil des Elberadwegs in der sächsischen Schweiz erkunden. 1992 aus
dem Nichts begonnen, hat er sich zum beliebtesten Radweg Deutschlands
entwickelt. Der insgesamt 860 Kilometer lange Radweg von Cuxhaven bis
zur Tschechischen Grenze durchzieht sich auf 82 Kilometer durch die
sächsische Schweiz. Zwischen Pirna und Bad Schandau führt er entlang der
Elbe und gibt eine Vielzahl an Stationen frei, die es zu erkunden gilt.
Ein Großteil des Weges ist auch für Inline-Skater durchaus interessant.
Unterkünfte gibt es in der sächsischen Schweiz in allen Kategorien
und Ausführungen. Ob Ferienwohnung, Pension oder Hotel, die
Tourismusvereine Sächsische Schweiz und Elbsandsteingebirge halten für jeden etwas bereit. Es
lohnt sich! gj
www.tourismusverein-elbsandsteingebirge.de
www.saechsische-schweiz.de
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Panorama-Foto: Frank Richter/Tourismusverband Sächsische Schweiz