Ein knackiger Apfel, eine süße Birne oder feldfrische Möhren, die Schülerinnen und Schüler der Wilhelmschule dürfen sich nun jeden Tag über frisches Obst und Gemüse freuen. Grund dafür ist das neue EU-Schulobstprogramm, das in neun Bundesländern startet und damit die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung schaffen will. Die Gladbecker Wilhelmschule ist eine von 355 Schulen, die an der ersten Runde des Programms teilnehmen. Insgesamt hatten sich 760 Grund- und Förderschulen beworben. Ausgewählt wurden die teilnehmenden Schulen nach festgelegten Kriterien. Dabei spielten pädagogische Faktoren eine ebenso große Rolle wie das soziale Umfeld der Schule und die strukturellen Rahmenbedingungen.
Die Mädchen und Jungen der Wilhelmschule bekommen nun täglich jeweils 100 Gramm Obst oder Gemüse pro Schultag. Finanziert wird das Projekt durch das Umweltministerium. Die Gladbecker Schule bezieht ihr Obst vom Hof Umberg. Der Kirchhellener Jörg Umberg hatte schon im Vorfeld bewiesen, dass ihm die gesunde Ernährung der Schulkinder am Herzen liegt. „Äpfel, Birnen oder Bananen, was eigentlich selbstverständlich in jeden Schultornister gehört, fehlt leider viel zu oft“, weiß der Kirchhellener. Bevor die Politiker das Schulobstprogramm ins Leben gerufen haben, handelte der Landwirt bereits. So konnten die komplett abgestempelten Treuekarten des hofeigenen Ladens gespendet werden. Die Gesamtsumme der gespendeten Karten wurde vom Hof Umberg verdoppelt. Von dem Betrag wurden bereits Schulen in Kirchhellen und Schermbeck mit frischen Äpfeln versorgt.
Nun dürfen sich auch die Gladbecker Schüler über reichlich Vitamine freuen. Für Schulministerin Barbara Sommer ist dabei die pädagogische Begleitung ein wichtiger Aspekt: „Es ist wichtig, dass das Obst und Gemüse von Lehrern und Schülern gemeinsam zubereitet wird, dann greifen die Kinder gerne zu.“ Zudem wünscht sich die Ministerin eine begleitende Unterrichtseinheit zur gesunden Ernährung. Den Schülerinnen und Schülern hingegen ist wichtig, dass es schmeckt und das tut es! gk



