Nach dem Besuch des Schmachtendorfer Wochenmarktes erst einmal in Ruhe hinsetzen, bis die nächsten Erledigungen anstehen – In der Dorfmitte gestaltet sich dies momentan nicht immer leicht, denn den einst schönen Rundbänken fehlen nicht selten die nötigen Holzpanelen. Vor allem an der Dudelerstraße sind die Bretter, die die Sitzfläche bilden, immer wieder herausgerissen worden. „Es ist vor allem jugendlicher Vandalismus, der hier zum Problem wird“, weiß Johannes Rieforth, vor dessen Forst-Apotheke sich gleich eine zerstörte Bank befindet. „Die Panelen werden nicht fest genug wieder angeschraubt, manchmal wohl auch nur mit Industriekleber befestigt, so dass sie nach kurzer Zeit wieder abgerissen werden.“ Die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) seien auf das Problem aufmerksam gemacht worden. „Doch man muss der Stadt doch öfters auf die Füße treten, bis etwas passiert. Schließlich sind die Kassen der Kommunen leer“, so der Apotheker. Ohne Eigeninitiative geht im Dorfkern sowieso meist nichts. Mitglieder der IGS haben bereits einen Gärtner engagieren müssen, weil die WBO auf sich warten ließ.
Die Schmachtendorfer Bürger und Unternehmer möchten schließlich, dass der Ortskern gepflegt aussieht.
„Inzwischen hat sich bereits ein Schmachtendorfer Bürger bei mir gemeldet, der die Baumumkleidungen auf eigene Kosten umgestalten lassen möchte“, berichtet Johannes Rieforth, der die Sache weiterverfolgen wird und im Zuge dessen hofft, dass vielleicht auch Schmachtendorfer Firmen Interesse bekunden, neue Bänke zu sponsern oder die alten zu reparieren, solange kein Geld von der Stadt kommt – ein kleines Hinweisschild würde dann auch den Werbeeffekt erfüllen. js



