Immer wieder gerne kehrt der Künstler Alexander C. Cornelius in seine Heimat Schmachtendorf zurück. Hier ist er zur Schule gegangen, hat sich an seinen ersten Pinselstrichen probiert und seine ersten Werke verkauft.
Vom Unrast getrieben verschlug es Alexander C. Cornelius in den vergangenen Jahren in die verschiedensten Städte und in die weite Welt. Essen, Bremen, Kairo, Shanghai, New York – nur einige Stationen seiner Lehr- und Wanderjahre. Momentan zieht es den Künstler, der als Hommage an Liza Minellis grüne Nägel im Film „Cabaret“ von Zeit zur Zeit selbst gerne grünen Nagellack trägt, nach Berlin. „Mir wird es schnell langweilig.“
In seinen Bildern spiegelt sich diese ungebremste Neugierde, Rastlosigkeit und Dynamik wider. „Ich will mich nicht auf einen Stil festlegen.“ Schrille Kollagen zählen daher ebenso zu den Werken wie geordnete Stillleben. Allen aber ist eines gemein: Ihre Farbigkeit. „Farbe fasziniert mich. Ich könnte niemals in schwarz-weiß arbeiten.“ Metallfarben, Gold und Glittereffekte ziehen sich durch die Arbeiten. Eine Farbigkeit, die viele vielleicht an der Grenze zum Kitschigen sehen, die Alexander C. Cornelius allerdings, wie er selbst betont, „sinnstiftend“ einsetzt. „Ich merke in den vergangenen Jahren immer mehr, dass ich langsam dahin komme, wo ich immer hin wollte.“ Verschiedene Elemente, Farben und Techniken gleichzeitig zu verwenden, das ist das Ziel des Künstlers, dem er sich allmählich nähert.
Ein Tag, an dem Alexander C. Cornelius nicht malt gibt es kaum und er gesteht: „Manchmal bringen mich meine Bilder auch an die Grenzen.“ Aber vielleicht muss zeitgenössische Kunst heute gerade das leisten. gk



