Griechenland ist in aller Munde. Nur leider momentan eher im Wirtschafts- und Politikteil der einschlägigen Tageszeitungen als unter der Rubrik Urlaubs- und Reisetipps. Man schimpft die Hellenen als Betrüger, Schummler und Pleite-Griechen, doch wissen wir, wie sie wirklich ticken? Weder der beste Wirtschaftsjournalist noch der dickste Reiseführer geben Aufschluss über die Lebenswelt der Griechen. In seinem jüngst erschienenen Buch „Das Kaffeeorakel von Hellas“ versucht der Autor Andreas Deffner Anworten zu geben.
Der gebürtige Gladbecker nimmt den Leser mit auf die Reise durch seine „zweite Heimat“. Doch nicht etwa in Form eines gewöhnlichen Reiseführers. Deffner lässt die Griechen selbst zu Wort kommen, begleitet sie im Alltag und kommt so den Abenteuern, aber auch den Krisen des Landes auf die Spur. „Viele Jahre habe ich mit dem Gedanken gespielt, die spannenden und manchmal unglaublichen Geschichten aus dem griechischen Alltag zu Papier zu bringen“, beschreibt er die Ideenfindung. In 18 Kapiteln lernen nun wir die verschiedensten Schauplätze kennen: Ob Großstadt, Berglandschaft, Meer und Strand oder Waldgebiet, an jedem Ort verbirgt sich eine neue, zum Teil unglaubliche Geschichte. Denn so vielfältig die Landschaft Griechenlands, so unterschiedlich sind auch die Gesprächspartner, die Andreas Deffner besucht hat.
Das Kaffeeorakel von Hellas -
Andreas Deffner - ReDiRoma-Verlag - Preis: 12,95 Euro
Bei seinen Spaziergängen spricht er eben nicht nur mit uns bekannten Griechen wie GZSZ-Star Susan Sideropoulos oder Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis, sondern eben auch mit Tavernenwirt Perikles oder Rinderzüchter Makis.
Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann das „Das Kaffeeorakel von Hellas“ samt Autor näher kennenlernen. Am 14. August liest Andreas Deffner aus seinem Erstling im Rahmen eines Griechischen Abends ab 19 Uhr im Gladbecker mundart. Deffner, der heute in Potsdam lebt, freut sich auf seine Heimatstadt. „Ich habe immer noch viele Freunde und Verwandte in Gladbeck. Ich freue mich darauf viele alte Freunde wiederzusehen, mit denen ich schon oft in Griechenland war, wie zum Beispiel mein ehemaliger Kunstlehrer Stefan Geyr, der mich einst nach Griechenland gelockt hat.“ Na dann, auf ein freudiges Wiedersehen!