Den Kindern lief der Schweiß die Stirn herunter und erhitzte Köpfe ließen auf große Anstrengung schließen. Doch wenn es darum geht, die Kinder in Haiti zu unterstützen, kennen die kleinen Läufer kein k.o.! Eine um die andere Runde liefen sie um ihre Schule herum, schließlich sammelten sie pro gelaufene Runde Geld von ihren Sponsoren für das Haiti-Care Projekt. Nach dem verheerenden Erdbeben vor einem halben Jahr steht die Gregorschule in einer besonderen Beziehung zu diesem Projekt. Mara Prittwitz geht in die 2. Klasse und ist vor vier Jahren aus Haiti nach Kirchhellen gekommen. Ihre Adoptiveltern Ina und Michael Prittwitz halten bereits seit Jahren Kontakt zu dem Land und konnten sich ein Bild von den Verhältnissen dort machen. „Aber das war noch vor dem Erdbeben. Die Bilder, die uns seit einem halben Jahr erreichen, sind einfach nur erschütternd. Da muss man einfach helfen.“ Wie sie über das Haiti-Care Projekt erfahren haben, muss die Schule neben dem Heim, in dem Mara aufgewachsen ist, völlig neu aufgebaut werden. „Aber es gibt keine staatlichen Mittel für diesen Aufbau, deshalb sind wir auf Spenden angewiesen und freuen uns natürlich riesig über das Engagement der Gregorschüler und ihrer Eltern.“
Dass der Wiederaufbau in dem Erdbebengebiet allgemein nur schleppend vorangeht und es somit umso wichtiger ist, dass das gespendete Geld auch wirklich in den Aufbau gelangt, freut auch Schulleiter Peter Pawliczek, der sich bei allen Sponsoren, den Kindern und dem Förderverein bedankte.
Von der leiblichen Mutter Maras, die ihr Kind nach der Geburt in die Obhut des Heimes geben musste, sich jedoch immer mal wieder dort gemeldet hat, fehlt leider noch immer jede Spur. Gemeinsam mit dem internationalen Roten Kreuz, wird jedoch weiterhin nach ihr gesucht. Mara und ihre Eltern hoffen natürlich, bald von ihr zu hören. gj


