„Lot us noch mol ne Mule vull Platt kürn“ – unter diesem Titel ist jetzt der 41. Band in der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen erschienen. Darin enthalten sind Geschichten und Dönekes von Theo Täpper. Seine Witwe Hedwig Stratmann-Täpper hat sich gemeinsam mit Hans Schäper an die Arbeit gemacht und die rund 400 Texte gesichtet und 45 daraus ausgewählt. Ein wenig korrigiert und von Hans Schäper digitalisiert und in Form gebracht, mit lustigen Zeichnungen ergänzt, ist eine kurzweilige Lektüre entstanden, die dem Leser sowohl die Plattdeutsche als auch die Hochdeutsche Version der Vötellkes von Theo Täpper bietet. „Die Übersetzung war gar nicht so einfach, man muss schon genau überlegen, welches Wort für was steht“, sagt Hedwig Stratmann-Täpper. Peter Pawliczek und Ferdi Schmitz vom Heimatverein freuen sich über das Engagement der beiden Akteure. „Es ist ja nun schon der zweite Band mit den Heimatgeschichten, die Theo im Laufe von mehr als 30 Jahren geschrieben hat und wir sind froh, sie nun gebündelt in Form des Heftes zu haben“, sagt Peter Pawliczek. „Lot us ne Mule voll Platt kürn“ hieß eine Kolumne von Theo Täpper, die mehr als zwanzig Jahre lang jeden Samstag in den Kirchhellener Ruhr-Nachrichten erschien. Später dann initiierte und leitete das Ehepaar Täpper einen VHS-Kurs „Plattdütsch inne VHS“ mit 25 Teilnehmern von 15 bis 50 Jahren, der noch heute, zwölf Jahre nach dem Tod von Theo Täpper, im Hof Jünger stattfindet. „Damit diese schöne Sprache nicht ausstirbt!“ Auch wenn nicht mehr sehr viele junge Menschen in Kirchhellen Plattdeutsch sprechen, soll diese lokale Identität nicht ganz aus dem Dorf verschwinden, sind sich die Herausgeber des Schriftenbandes einig. gj


