Wenn junge Erwachsene aus dem Elternhaus ausziehen oder eine Ausbildung beginnen, ist das ein wichtiger Schritt in ihrem Leben. Zu dem ‚Ernst des Lebens’ gehört auch der eigene Versicherungsschutz. Doch welche Versicherungen brauchen junge Erwachsene wirklich?
„Natürlich sollte zunächst die eigene Person abgesichert sein“, betont Provinzial-Geschäftsstellenleiter Martin Baumeister aus Kirchhellen. „Hierzu benötigt jeder junge Erwachsene eine Kranken-, eine Unfall- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.“ In der gesetzlichen Krankenkasse sind Kinder, die studieren, bis zum 25. Lebensjahr durch ihre Eltern mitversichert. In der Berufsausbildung oder mit Aufnahme einer Berufstätigkeit wird man jedoch sozialversicherungspflichtig und muss die Beiträge zur Krankenkasse selber tragen.
„Ein Thema, an das junge Erwachsene häufig noch gar nicht denken, ist die Berufsunfähigkeit. Dabei ist das Risiko, aus gesundheitlichen Gründen schon früh den Beruf aufgeben zu müssen, groß: Knapp 30 Prozent derjenigen, die in Deutschland wegen einer Krankheit oder eines Unfalls frühzeitig aus dem Beruf ausscheiden, sind unter 45 Jahre alt“, erklärt Baumeister. „Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann helfen, die finanziellen Folgen zu bewältigen“. Neben dem Beruf sollte natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Aber gerade hier lauern Gefahren eines Unfalls, für dessen Folgen keine gesetzliche Unfallversicherung aufkommt. Eine private Unfallversicherung hilft, die finanziellen Folgen bewältigen zu können.
In der ersten eigenen Wohnung sammelt sich schon einiges an, das es zu schützen gilt. Wohnt man während der Ausbildung noch bei den Eltern oder zieht nur für die Dauer der Ausbildung oder des Studiums aus, um anschließend zurückzukehren, schützt weiterhin die Hausratversicherung der Eltern. Ist der Auszug aber endgültig, ist der Abschluss einer solchen Versicherung unerlässlich. Wer bereits ein Auto hat, das auf den eigenen Namen angemeldet ist, benötigt eine eigene Kraftfahrtversicherung. Diese kann beispielsweise eine Kfz-Haftpflicht-, eine Kasko- sowie eine Insassenversicherung umfassen. Vor allem im Straßenverkehr ziehen Unfälle sehr schnell Rechtsstreitigkeiten nach sich. Um den hohen Kosten, die hier entstehen können, entgegenzuwirken, empfiehlt Baumeister auch jungen Erwachsenen bereits eine Rechtsschutzversicherung.
Aber nicht nur im Straßenverkehr kann es passieren, dass jemand das Eigentum Dritter beschädigt. Für die so entstandenen Schäden muss jeder selber gerade stehen. „Junge Erwachsene, die eine Ausbildung absolvieren oder studieren, können hier vom Haftpflichtversicherungsschutz der Eltern profitieren. Erst, wenn man die Ausbildung beendet hat oder heiratet, muss eine eigene private Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden“, weiß Baumeister. Außerdem ist zu beachten, dass viele Versicherungsgesellschaften die Mitversicherung von Kindern vom Alter abhängig machen, also beispielsweise nur bis zum 25. Lebensjahr mitversichern.
Ein Thema, das in jungen Jahren noch sehr fern scheint, ist die Altersvorsorge. Doch sollte sich jeder schon jetzt bewusst sein: Die gesetzliche Rente reicht im Alter für die Absicherung des Lebensstandards nicht aus. „Der Berufseinstieg ist ein sehr guter Zeitpunkt für den Einstieg in die private Vorsorge, da so langfristig mit relativ geringen Aufwendungen eine solide private Rente für das Alter erwirtschaftet werden kann“, erklärt Baumeister. Die ohnehin schon geförderte Riesterrente ist für junge Berufseinsteiger besonders attraktiv: Alle, die zu Beginn des Jahres ihr 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten zusätzlich einen einmaligen Bonus von 200 Euro. Mit einer Bedarfsanalyse auf der Provinzial- Homepage können Sie ermitteln, welchen persönlichen Versicherungsschutz Sie wirklich brauchen: www.junge-provinzial.de gk
Info:
Christoph Böttcher stand LebensArt für ein Interview zur Verfügung:
Wie erreichen sie die jungen Berufseinsteiger in Kirchhellen?
Da wir hier vor Ort einen guten Kontakt zu unseren Kunden haben, erreichen wir auch die jungen Berufseinsteiger sehr gut. Meistens entsteht der Kontakt über die Eltern, die dann auch manches Mal bei dem Beratungsgespräch mit dem Jugendlichen dabei sind.
Wie läuft ein solches Beratungsgespräch ab?
Bei den Beratungsterminen erklären wir den Berufseinsteigern beispielsweise, was durch die gesetzlichen Abgaben abgesichert ist und wo sich Lücken auftun. Besonders empfehlen wir aber den Schutz vor Berufsunfähigkeit, der durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr abgesichert ist.
Ist die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit für alle Berufsgruppen notwendig?
Wir empfehlen die Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich für jeden Beruf. Und je jünger die Versicherungsnehmer sind, desto günstiger sind die Beiträge, daher lohnt es sich schon als Berufseinsteiger gegen Berufsunfähigkeit abzusichern.


