Beim Ostseeurlaub ausgiebig entspannen
17.06.2008
Die Schlei an der Ostsee ist der Geheimtipp des Sommers
Für viele geht immer wieder auf die gleiche Art und Weise los. Zuhause werden Kataloge gewälzt, das Internet wird
durchforstet, es wird diskutiert und gestritten. Na, wo fahren wir denn hin in
diesem Sommer?
Papa möchte wandern, Mama ihre Ruhe und die Kinder möglichst
viele Abenteuer und alles soll natürlich das Familienbudget nicht zu sehr
ausreizen. Um bei der langwierigen Suche nach dem Urlaubsort für den Sommer
etwas Abhilfe zu schaffen, verrät LebensArt Ihnen denGeheimtipp für dieses
Jahr: die Schlei an der Ostsee.
Die Schlei ist eine
wunderschöne natürliche Förde, ein schmaler flussartiger Meeresarm der Ostsee
und erstreckt sich von der Mündung nahe Kappeln bis hin zum etwa 35 Kilometer
weiter südwestlich im Landesinneren gelegenen Schleswig. Südlich des
Schleiufers befindet sich der Landesteil Schwansen, nördlich Angeln. Die
Trennung durch die Förde sorgte auch für eine Trenn-ung in Landschaft und
Bebauung, so dass die Gegend mit einer Strecke von bis zu 70 Kilometern
zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten für einen abwechslungsreichen Urlaub bietet.
Ob Wandern, Radfahren,
Segeln oder sich einfach wohl fühlen, die Schlei lockt mit ruhigen
Uferspaziergängen, urigen Dörfern und einzigartiger Natur. Dem Reisenden wird
schnell klar, dass er hier einen entspannten Urlaub verleben kann. Überlaufen
ist es an der Schlei zu keiner Jahreszeit, ein bisschen Trubel findet man in
größeren Orten, dieser ist von dem sommerlichen Rummel in so manchem
Ostsee-Urlaubsort aber weit entfernt. Die Wasserlandschaft der Schlei mit bis
zu drei Metern Tiefe ist auch ein Geheimtipp für Segelbegeisterte, aber auch
ein beliebter Ort zum Angeln.
Die Schlei gänzlich zu
erkunden ist eigentlich ganz einfach: einmal das Schleiufer im Norden entlang
und dasselbe noch einmal im Süden, zwischendurch vielleicht an einer der zwei
Brücken die Seite wechseln. Besonders im Mai, wenn die Rapsfelder blühen,
entfaltet sich in dieser Gegend eine traumhafte Landschaft, etwas hügelig und
wild, die sich aber auch wunderbar mit dem Fahrrad erkunden lässt. Als
Startpunkt bietet sich Kappeln an, Fischereiort und Zentrum von Angeln und
Schwansen. Besonders sehenswert sind die urigen Schleidörfer entlang des Ufers,
von denen einige herausstechen.
Arnis, zum Beispiel,
die kleinste Stadt Deutschlands hat nur 300 Einwohner und bekam die Stadtrechte
auch nur aufgrund eines „kleinen“ Irrtums verliehen. Das tut der wunderschönen
Idylle jedoch keinen Abbruch. Von Arnis aus lässt sich mit der Fähre zur
anderen Schleiseite hinüber wechseln.
Fährt man dann weiter
Richtung Schleswig, erreicht man das Dörfchen Lindaunis. Die Klappbrücke für
den Auto- und Zugverkehr ist dort zwar ein interessantes Bauwerk, jedoch längst
nicht so bekannt wie das Gutshaus Lindaunis-Hof, welches seit 1986 als
Filmkulisse für die ZDF-Fernsehserie „Der Landarzt“ dient und immer wieder Fans
der Serie anlockt. Darüber hinaus findet man auf der „Schleitour“ durch die
Dörfer immer wieder kleine Museen, Kunsthandwerksläden oder Schmuckwerkstätten,
in denen sich das Stöbern lohnt. In der Kreisstadt Schleswig darf man sich die
Besichtigung des Doms, des Landesmuseums auf Schloss Gottorf und der alten
Fischersiedlung Holm sowie einen kleinen Ausflug in die Innenstadt nicht
entgehen lassen.
Natürlich wird auch
Kindern einiges geboten. Ob es das Teddy Bär Haus in Schleswig ist, das
Naturerlebniszentrum Maasholm oder der Besuch auf einem Bauernhof, wo es sich
auch prima übernachten lässt – hier können Kindern naturnah und mit viel Spaß
so manches Abenteuer erleben. Auch das Wikingermuseum „Haithabu“ versetzt nicht
nur die kleinen Besucher ins Staunen. Im Museum kann man in die längst
vergangene Welt der nordischen Seefahrer eintauchen, es werden Schiffe,
Werkzeuge und Wissenswertes über die alten Wikinger gezeigt, die tatsächlich
einmal in dieser Gegend ihr Domizil hatten.
Die kleinen und großen
Ausflüge machen da natürlich auch hungrig. Sämtliche Gaststätten und Restaurants
haben selbstverständlich traditionelle Fischgerichte auf ihrer Karte. Aber auch
Sauerfleisch mit Bratkartoffeln gehört zu den Spezialitäten der Region. Für die
Kinder halten die Gaststätten auch einfachere Gerichte bereit. Hervorragende
Küche bietet das exklusive Restaurant „Schliekrog“ im Dörfchen Sieseby auf der
südlichen Uferseite. Auch beim Thema Unterkunft gibt es keine Probleme. Man
findet in der Umgebung Zimmer, Ferienwohnungen und Gasthäuser, in die man
einkehren kann. Dabei ist es jedem selbst überlassen, ob man von einer
Unterkunft aus die Schlei erkunden möchte oder sich im Laufe der Rundreise
immer wieder woanders einquartiert. Im Sommer laden die zahlreichen Strände,
wie zum Beispiel Weidefeld in direkter Nähe zur Schlei, zum Sonnenbaden und
Schwimmen ein. Ebenfalls am Ausgang der Schlei zur Ostsee empfiehlt sich eine
Führung von der Halbinsel Maasholm aus zur unbewohnten Insel Schleimünde, die
neben einem Nothafen und einem Leuchtturm die berühmte Kneipe „Giftbude“
beherbergt.
Alles in allem wird man
immer wieder an diesen Ort zurückkehren wollen, weil sich in der kurzen
Urlaubszeit nicht jeder Quadratzentimeter dieser Gegend erkunden lässt. js
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