Bottrop - Bei
Verdacht auf Fieber ist der Griff zum Thermometer eine Selbstverständlichkeit.
Wer dabei immer noch zum vermeintlich guten alten Thermometer mit Quecksilber
greift, sollte spätestens in der Aktionswoche unter dem Motto "Behalten
ist Quecksilber, Tauschen ist Gold", sein altes Schätzchen gegen ein
neues, digitales Thermometer eintauschen.
„In der Woche vom 6. bis 11. Oktober 2008
sollten Apothekenkunden ihr altes, quecksilberhaltiges Fieberthermometer gegen
ein neues, digitales Exemplar austauschen“, empfiehlt Apothekerin Birgit
Lauer, Sprecher Vertreterin der Apothekerkammer in Bottrop. „Gegen
einen Vorzugspreis“, so Birgit Lauer, „können
sich die Verbraucher so nachhaltig von einer latenten Gesundheits- und Umweltgefahr
befreien.“ In Deutschland, so schätzen Experten, sind noch Millionen Quecksilber-Thermometer
in Gebrauch.
Früher war Quecksilber ein beliebtes
Mittel gegen Krankheiten, zum Beispiel Syphilis. Heutzutage vermutet man, dass
mehr Menschen an der Behandlung mit Quecksilber starben als an der Krankheit
selbst. Enthalten ist Quecksilber vor allem noch in Thermometern, Barometern,
Blutdruckmessgeräten und Amalgamfüllungen.
Ein besonderer Nachteil von
Quecksilberthermometern ist die Zerbrechlichkeit der Glashülle. Freigesetztes
Quecksilber kann Gesundheitsschäden verursachen.
„Quecksilberdämpfe sind zwar giftig“,
weiß Apothekerin Birgit Lauer, „richten
aber keine sofortigen Schäden an.“ Wenn also ein Thermometer zu Bruch geht,
muss man nicht gleich in Panik ausbrechen. „Wichtig ist jedoch, Kinder zur
Sicherheit fernzuhalten und den Raum ausreichend zu lüften“, ergänzt Lauer. Mit einem digitalen Thermometer geht man
auf Nummer sicher. „Außerdem ist man bestens auf die kommende Erkältungszeit
vorbereitet.“
Selbstverständlich werden die
Quecksilberthermometer nach der Abgabe in der Apotheke ordnungsgemäß entsorgt. Sie
sind faktisch Sondermüll. Der Verkauf ist in der gesamten EU ab Januar 2009
verboten. „Natürlich beraten die Apotheken auch darüber, wie am genauesten
Fieber gemessen wird und welche Werte kritisch für die Gesundheit sind“, erklärt
Birgit Lauer.
Außerdem ist die nächste Notdienst-Apotheke über die Rufnummer 22 8 33
immer und überall zu finden – 24
Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
„Wir wissen, dass sich immer mehr
Menschen über ihr Mobiltelefon über den Nacht- und Notdienst informieren“, sagt
Apothekerin Birgit Lauer, Vertreterin der Apothekerkammer in Bottrop. Ob
mit einem kurzen Anruf, einer Text-SMS oder mobilem Internetzugriff – der
Apothekennotdienstfinder ist rund um die Uhr für maximal 69 Cent/Minute
erreichbar.
Von jedem Handy aus ist die 22 8 33 bundesweit ohne Vorwahl für 69 Cent/Minute
erreichbar. Aus dem Festnetz kann die 0137 888 22 8 33 für 50 Cent/Minute angewählt
werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die nächstgelegene Notdienstapotheke
per SMS mit dem Text „apo“ an die 22 8 33 von jedem Handy zu erfragen (69
Cent/SMS) oder das mobile Internet unter www.22833.mobi
anzusprechen. In allen Apotheken werden ab sofort Notdienst-Scheckkarten an die
Kunden verteilt.