Schermbeck - Das Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche ist eine
Selbsthilfeorganisation, die für betroffene Suchtkranke und deren Angehörige da
sein möchte.
Als Klaus Serowy den Schermbecker Ortsverein Anfang 2006 ins Leben
gerufen hat, war er selbst bereits seit acht Jahren abstinenter Alkoholiker und
nutzte die Selbsthilfeeinrichtungen im benachbarten Dorsten. Mit dem Umzug nach
Schermbeck, mittlerweile in seinem Leben stabilisiert, kam ihm die Idee: „Mir
haben die Beratung und die vielen Gespräche mit anderen Betroffenen sehr gut
getan und das war für mich der Anlass, auch hier in Schermbeck ein solches
Angebot zu machen.“ Die erste Kontaktaufnahme mit dem bundesweit agierenden
Blauen Kreuz der Evangelischen Kirche überzeugte ihn und so gründete er
gemeinsam mit seiner Frau Monika den Schermbecker Ortsverein. Die Treffen
finden wöchentlich jeweils montags um 20 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen
Kirchengemeinde statt.
Zurzeit sind elf Personen mehr oder weniger regelmäßig
dabei. Klaus Serowy: „Hauptsächlich sind es alkoholsüchtige Menschen, aber auch
Menschen mit Tablettenabhängigkeiten oder anderen Suchterkrankungen sind
willkommen. Wir möchten vor allem das Blaue Kreuz bekannter machen und so die
Suchterkrankung aus der Schmuddelecke herausholen.“ Auch wenn die Krankheit
letztendlich nicht heilbar ist, haben
die Betroffenen ihren Weg selbst in der Hand. Die Verantwortung liegt bei den
Kranken und die beste Medizin ist es, NEIN zur Droge zu sagen. Doch der Weg ist
steinig, dass wissen „ehemalige“ Kranke am besten. Und deshalb ist die
gegenseitige Anteilnahme, das Verständnis und der Austausch so wichtig. Klaus
und Monika Serowy möchten in erster Linie Ansprechpartner sein, wenn es
Probleme gibt. Bei den Treffen werden auch fachspezifische Themen angesprochen,
die dem engagierten Leiter der Gruppe in Fortbildungen mit auf den Weg gegeben
worden sind. gj



