Noch ist sie nicht vorbei, die Erkältungszeit. Trotz des
nahenden Frühjahrs schnupfen, husten und frieren vor allem viele Kinder.
Dies
ist kein Grund zur Besorgnis, sondern ein natürlicher Vorgang, weiß Apothekerin
Birgit Lauer, Vertreterin der Apothekerkammer in Bottrop: „Kinder im
Kindergartenalter machen oftmals zehn bis zwölf grippale, durch Viren
hervorgerufene Infekte während einer Wintersaison durch. Auf diese Weise bildet
der kindliche Organismus Antikörper, die wiederum vor häufigen Infekten im
Schulkinder- und Erwachsenenalter schützen.“
Wenn Kinder oft erkältet sind, sind vielfach gleich mehrere
aufeinander folgende Virusinfektionen Schuld. Aber auch das Immunsystem kann
trainiert werden. Einige Tipps helfen vorzubeugen und entgegen zu wirken:
Draußen spielen:
Bei Erkältungen müssen Kinder nicht immer drin bleiben.
Frische Luft stärkt das kindliche Immunsystem, selbstverständlich nur in warmer
Kleidung und regenfesten Stiefeln“, so Lauer. Und auch im Winter ist es nicht
verboten, kurze Wege mit dem Nachwuchs – z. B. zum Brötchenholen, in den
Kindergarten oder die Schule möglichst oft ohne Auto zurückzulegen.“
Kneipp-Kuren:
Abhärten an der frischen Luft lässt sich noch steigern durch
kalte und warme Wasseranwendungen nach Kneipp. Durch die schwankende Temperatur
wird die Durchblutung und die Wärmeregulation des Körpers verbessert. Das ist
besonders in der kalten Jahreszeit wichtig, weil die Schleimhäute unterkühlt
und schlecht durchblutet sind. Aber hier ist zugleich auch Vorsicht geboten, so
der Rat der Apothekerin: „Je jünger ein Kind ist, desto geringer sollte die
Temperaturschwankung sein.“




