Ein harter und kalter Winter liegt hinter uns. Wer sehnt
sich da nicht nach ein paar wärmenden Sonnenstrahlen. Die ersten Schneeglöckchen
wagen sich schon mal hervor und halten Ausschau nach dem gelben Himmelskörper.
Andere Blumen sehen noch aus, als würden sie im Winterschlaf verharren. „Gerade
Kirschlorbeer, Schneeballlorbeer und Ziergehölze lassen derzeit die Blätter
fallen“, weiß auch der Fachmann Peter Wilms. Denn bei minus 15 Grad friert das
Laub der Gehölze. „Dieses Laub wird braun und fällt in den ersten warmen Tagen
ab.“ Doch kein Grund zur Sorge, neue Blätter kommen nach. Wer sich doch
unsicher ist, ob seine Kirschlorbeerhecke den Frost überstanden hat, der kann
ganz einfach den Fingernageltest machen. „Dazu wird die Rinde mit dem
Fingernagel aufgeschabt. Ist der Zweig unter der Rinde grün, ist mit der
Pflanze alles in Ordnung.“
Und dann heißt es sich in diesem Frühjahr in Geduld zu üben.
„Erst wenn es mal 14 Tage warm ist kann man Spätfrostschäden erkennen“, weiß
Peter Wilms. Fest steht aber: Balkonpflanzen werden den Winter in festen Trögen
wohl kaum überstanden haben. „Wer die Pflanzen nicht winterfest in Flies verpackt
hat, wird sich wohl oder übel von vielen verabschieden müssen. Dafür war der
Winter einfach zu kalt.“ Da hilft es nur noch, sich frische Narzissen, Primeln
und Hyazinthen auf den Balkon zu holen. Die blühen momentan in voller Pracht.
Vor allem Primeln, die jedes Jahr aufs Neue in verschiedenen Farbvarianten
daher kommen, vertragen auch die noch kälteren Nächte. „Nur Dauerregen halten
sie nicht aus.“




