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Ein ganzes Haus voller Pilze

Die gebürtige Kirchhellnerin Stephanie Schmöning hat sich der Pilzzucht verschrieben und bietet gemeinsam mit ihrem Mann besondere Edelpilze an

Kirchhellen - In der guten Stube von damals wachsen heute feine Mandelpilze, im ehemaligen Schlafzimmer haben es sich die Austernpilze bequem gemacht und im Anbau wachsen und gedeihen die Kräuterseitlinge. Was sich kurios anhört, das kann man auf dem Pilzhof Schmöning erleben.
 

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Die gebürtige Kirchhellenerin Stephanie Schmöning ist Fachfrau in Sachen Edelpilze und hat mit ihrem Mann eine eigene Zucht.

Vor zehn Jahren haben Klaus und Stephanie Schmöning damit begonnen, auf ihrem Hof an der Dorstener Straße in Haltern-Lippramsdorf erlesene Speisepilze zu züchten. „Die Idee kam meinem Mann, als er einen Beitrag im Fernsehen sah. Wir hatten damals überlegt, wie wir das alte, nicht mehr bewohnte Haus auf unserem Hof nutzen wollen. So sind eben die Pilze hier eingezogen“, erinnert sich Stephanie Schmöning.

Die gebürtige Kirchhellenerin ist seitdem Fachfrau, wenn es um Shiitake-Pilze, Austernpilze oder Limonenseitlinge geht. „Die Pilze wachsen auf einem speziellen Substrat heran“, erklärt Stephanie Schmöning. Dieses beziehen die Landwirte aus den Niederlanden. Auf den Nährböden wachsen mit der Zeit die entsprechenden Edelpilze heran. Dazu bedarf es Wärme und Feuchtigkeit sowie Licht. Geerntet werden die feinen Pilze dann das ganze Jahr über. Vor allem von April bis September. „Viele unserer Kunden genießen die Pilze zum frischen Sommersalat. Vegetarier gebrauchen sie als Fleischersatz.“ Denn Pilze sind gesund, weisen viele Vitamine und einen großen Eiweißanteil auf. Vor der Zubereitung müssen die Pilze vom Hof Schmöning übrigens nicht gewaschen zu werden. „Besser ist es, die Pilze mit einer Bürste oder einem Pinsel abzubürsten, denn durch das Waschen ziehen sie sich mit Wasser voll.“

Übrigens, nicht nur Gastronomiebetriebe wie zum Beispiel der Gasthof Berger in Feldhausen werden mit den erntefrischen Pilzen beliefert, Pilzfreunde aus der gesamten Region nutzen den Hofverkauf jeweils freitags und samstags. Wer möchte, der kann den Hof von Klaus und Stephanie Schmöning bei einer Betriebsführung kennenlernen. Für Gruppen ab zehn Personen werden Führungen durch die Pilzzucht mit Rundgang über den Biolandhof angeboten. Diese Führung dauert ungefähr eine Stunde. „Wir geben den Besuchern einen Einblick in die Pilzzucht und natürlich dürfen die Pilze auch probiert werden.“ Der Kostenbeitrag beträgt 4 Euro pro Person. Eine Terminvereinbarung unter (02360) 90250 ist notwendig. gk
 

Kleine Pilzkunde

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Das spezielle Substrat, auf dem die Pilze wachsen und gedeihen, bezieht das Ehepaar Schmöning aus den Niederlanden.

Auf dem Hof Schmöning wachsen verschiedene Edelpilze. Der Shiitake-Pilz ist besonders vitaminreich und hat einen herrlichen Geschmack. „Der Shiitake ist sehr mineralreich, besonders der Zinkgehalt ist interessant“, sagt Stephanie Schmöning. Der Kräuterseitling ist roh wie auch gebraten ein Genuss. Er entfaltet ein wunderbares Waldaroma. Korallenpilze erinnern schon an Hand ihres Wuchses an Meereskorallen und sind daher allein optisch ein Hingucker. Sein leicht süßlicher Geschmack erinnert an Marzipan. Koch Stefan Bertelwick vom Gasthof Berger hat daher kurzerhand sogar einen Nachtisch mit dem Mandelpilz kreiert.

Limonenseitlinge haben ihren Namen auf Grund ihrer Farbe. Sowohl roh als auch gebraten sind die Edelpilze ein Genuss. Der Pom Pom blanc ist auch als Igelstachelbart bekannt. Den festen Pilz kann man gut in Scheiben schneiden oder auch würfeln.

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