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Philipp Neri hat viel zu tun

Philipp Neri hat mehr zu bieten als nur die Hütte - vielschichtige Angebote, die sich an Kinder und Jugendliche aus Kirchhellen richten

Kirchhellen - Ein Verein, eine Handvoll Projekte, mehr als 100 Mitglieder, noch viel mehr Aktive in den Projekten und jede Menge Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sorgen dafür, dass beim Verein Philipp Neri e.V. immer was los ist.

Der Verein gilt als verlässlicher Partner für Jugendliche, aber auch als Teil des dörflichen Lebens und Miteinanders in Kirchhellen. Beim Philipp-Neri-Sonntag wurde den vielen Helferinnen und Helfern, die das Jahr über die Arbeit des Vereins ehrenamtlich ausüben, für ihr Engagement gedankt. „Sich das vor Augen zu führen ist gut und wichtig – manchmal aber auch eine Herausforderung“, meint Dr. Andreas Hautkappe, Vorsitzender des Jugendhilfevereins. Er und Vorstandsmitglied Matthias Mammot berichten über die vielfältige Arbeit von Philipp Neri.

Große Nachfrage – zu wenig Raum

Immer mehr Nachfrage erfährt die Arbeit im Projekt „Bewerbungstraining“. Die Zahl der Jugendlichen, die diese individuelle Vorbereitung und Begleitung in der Bewerbungszeit in Anspruch nehmen, steigt erfreulicherweise stetig an. Es bedarf mittlerweile jedoch eines Raumes, in dem die intensive und individuelle Betreuung stattfinden kann. Zurzeit wird ein Raum gesucht, um die Gespräche außerhalb der privaten Wohnungen führen zu können. Auch das Kletterangebot des MOK wird gut angenommen. Damit möglichst jeder Gruppe, die sich meldet, zeitnah eine Möglichkeit zur Teilnahme an einem Klettertraining geboten werden kann, benötigt das Mobile Kletterprojekt MOK einen großen Trainerkreis. Deshalb finden mittlerweile jedes Jahr neue Ausbildungskurse statt.
 

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Das NuRock Festival ist nur eines der vielen Angebot des Jugendhilfevereins Philipp Neri.
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Im Moment wieder im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung – die Hütte

„Die von der Stadt durchgeführte Sozialraumanalyse gibt dem Verein Anlass sich der Frage zu stellen: Wo und wie erreichen wir die Jugendlichen, die wir mit unserer Arbeit und unseren Projekten ansprechen und aufsuchen wollen?“, sagt Matthias Mammot, Vorstandsmitglied des Vereins. Nach wie vor ist die Hütte ein Ort, an dem sich Jugendliche treffen und aufhalten und wo die Streetworkerin des Vereins, Michaela Huwe, mit ihrer Arbeit wichtige Impulse setzen kann. Nach wie vor ist die Hütte aber auch ein Ort, an dem Probleme sichtbar und offen werden – Vandalismus, unsoziales Verhalten und andere Grenzüberschreitungen. Hier befinden sich die Verantwortlichen des Vereins aktuell in einer Phase der Orientierung und Neuausrichtung, wobei seitens des Vereins Philipp Neri immer die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ge- und versucht wird – das bleibt die klare Option und Garant der Partnerschaft für die Jugend!

Ein stilles Projekt

Jeden Donnerstag bieten Berater und Beraterinnen des Projektes „Philipp Neri hat Zeit“ ihre Zeit und ihre Kompetenzen an. Kinder, Jugendliche und deren erwachsene Bezugspersonen können sich in schweren Zeiten, bei Problemen, bei Kummer, im Streit, wenn es Redebedarf gibt – aber die Worte fehlen – fachkundigen Rat holen. „Und obwohl dieses Angebot in aller Stille, Vertrautheit und Anonymitätstattfindet, musste mittlerweile aufgrund der konstant gestiegenen Nachfrage ein Zwischenschritt zur Terminvereinbarung 'eingebaut' werden. Aber jede und jeder, der sich unter der Nummer 0170/2702587 meldet, erhält schnell und garantiert einen Termin“, verspricht Dr. Andreas Hautkappe.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch das NuRock-Konzert, die Kooperationen mit den Kirchhellener Schulen und nicht zuletzt das Kuratorium, das aus engagierten Kirchhellener Bürgerinnen und Bürgern besteht, die mit Rat und Tat dem Vorstand des Vereins zur Seite stehen. „Somit kann man doch getrost sagen: Bei Philipp Neri ist immer was los!“ gj

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