Tag des Friedhofs 2007

Die Stadt Bottrop lädt am kommenden Sonntag auf den Parkfriedhof ein

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Zum "Tag des Friedhofs" bieten Bestatter, Seelsorger sowie die Zuständigen der Bottroper Friedhofsverwaltung Aktionen zum Thema Trauer und Umgang mit dem Tod an.

Bottrop - „Kinder trauern anders, aber sie haben ein feines Gespür fürTrauer und können sich auch anders schützen“, weiß Pfarrer Volker Kramer. DerUmgang von Jugendlichen und Kindern mit dem Thema Tod und Trauer ist daher zentralerGegenstand zum „Tag des Friedhofs“.


Bereits zum zweiten Mal veranstaltet dieStadt Bottrop am kommenden Sonntag, den 16. September, auf dem Parkfriedhofeinen Tag der Begegnung und stellt den Wert des Friedhofs als Ort der Trauerund des stillen Gedenkens, der Kommunikation und Begegnung in den Mittelpunkt.Von 11 bis um 17 Uhr sind verschiedenen Beratungen, Informationen, Vorträge undAusstellungen geplant. „Wir wollen den Besuchern aufzeigen, dass Bottrop führendin der Vielfalt der Beisetzungen ist“, erklärt Rüdiger Lehr vom BestattungshausJünger. Neben dem traditionellen Begräbnis in Sarg oder Urne, ist in Bottropbeispielsweise auch das Baumgrab möglich. „Die so genannten Baumgräber sind2004 eingeführt worden“, erklärt Wolfgang Siegmann vom Grünflächenamt derStadt, „unter dem ausgewählten Baum, findet die Urnenbestattung statt.“ Zudembietet der Bottroper Parkfriedhof eine Aschestreuwiese, auf der die Asche derVerstorbenen verstreut werden kann.


Nebenbei sollen allerdings auch praktische Dinge wieMaschinen und Geräte für die Grabpflege vorgeführt werden. Dass die Themen Todund Trauer kein Tabu mehr sind, weiß auch Sigrid Kniest von LebensArt-plus. Inihrer Lebensberatung und Trauerbegleitung stellt Sigrid Kniest am „Tag desFriedhofs“ unter anderem den Verabschiedungsraum vor. Seit 2003cist der Raum andie Trauerhalle angeschlossen. „Der Verabschiedungsraum bietet eine dabei Alternativezur Hausaufbahrung“, weiß Sigrid Kniest.



 Besondere Berücksichtigungsollen allerdings die Aktionen für Jugendliche und Kinder finden. „Wir wollengemeinsam Trauertücher gestalten“, erklärt Volker Kramer, „schon im Vorfeldhabe ich mit Kindern solche Tücher gestaltet und es sind beeindruckendeErgebnisse dabei heraus gekommen.“ Gleichzeitig soll Groß wie Klein aber auchvermittelt werden, dass der Friedhof ein Ort des Lebens ist. „Wir bieten zumAbschluss des Aktionstages einen spirituellen Spaziergang über den Parkfriedhofan“, so Wolfgang Siegmann. Vorbei geht es dabei auch an dem beeindruckendenKreuz, dass aus Spurlatten gefertigt ist. „Diese schlagen eine Brücke zumBergbau und sind dabei symbolisch für unsere Region, denn die Spurlattenbefanden sich am Förderkorb und sorgten dafür, dass die Bergleute unversehrtans Tageslicht transportiert werden konnten.“ Licht und Leben stehen daherebenso im Zentrum des Parkfriedhofs wie Tod und Trauer.

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