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30. Umweltpreis wurde vergeben

Viele lokale Projekte bekamen eine Auszeichnung – Der Hauptpreis ging an die „AG Elektrotechnik“ der Erich-Fried-Schule

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Insgesamt gab es 22 Einsendungen, von denen viele beim Umweltpreis geehrt wurden.
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Seit mittlerweile drei Jahrzehnten werden viele Projekte in Gladbeck mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. 1988 wurde die Auszeichnung zum ersten Mal verliehen. „Ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern. Ich war damals Leiter des Schulverwaltungsamtes und habe in den Schulen für die Teilnahme geworben“, erinnert sich Bürgermeister Ulrich Roland.  „Starre Regeln gab es nie, gute Ideen sind immer willkommen. Aber es muss ein Bezug zu Gladbeck bestehen.“ 30 Jahre Umweltpreis, das heißt auch: rund 260.000 Euro Preisgeld, 647 ausgezeichnete Projekte und hundertfaches Engagement für den Umweltschutz in der Stadt.
Insgesamt gab es im Jahr 2017 22 Einsendungen von Schulen, Kindergärten, Vereinen und Einzelpersonen. Anfang Dezember hat die Jury die Gewinner ausgewählt. „Das war auch in diesem Jahr wieder wegen der vielen sehr guten Bewerbungen keine leichte Aufgabe“, verrät der Bürgermeister. In diesem Jahr standen 7.500 Euro Preisgelder zur Verfügung. Die Jury hat, wie schon in den vergangenen Jahren, entschieden, einen Teil des Geldes zur Finanzierung von Umweltschutzstunden an Gladbecker Grundschulen zu verwenden.

Der Hauptpreis ging bei diesem Umweltpreis an die „AG Elektrotechnik“ der Erich-Fried-Schule. Im Rahmen des Projektes „Mit Spaß und Freude im Übergang von Schule zum Beruf“ wurde die AG in der Jahrgangsstufe 9 gegründet. Ziel war es, grundlegend über erneuerbare Energien zu informieren und auf Berufschancen in der Branche hinzuweisen. Das erlernte Wissen wurde in die Praxis übertragen: In Zusammenarbeit mit Sponsoren, Studenten und Senior-Betreuern entwickelten die Schüler das mobile Hybridkraftwerk als Beispiel für die Vereinbarkeit verschiedener Energiequellen. Im Wechsel zwischen Photovoltaik und Windkraft können die Schüler nun während der Pausen Handys und Laptops auf dem Schulhof aufladen. Mit dem Projekt nahmen sie an einem Wettbewerb des „ZDI-Netzwerks MINT.REgio“ teil und erzielten den ersten Platz. Diese Idee wurde mit 1.000 Euro ausgezeichnet. 

Gleich zweimal wurde der zweite Platz vergeben. Zu einem an den DRK-Kreisverband Gladbeck. Dieser hatte nämliche seine Fahrer geschult. Damit konnte der Verbrauch der Kraftstoff-Fahrzeuge deutlich gesenkt werden. Für dieses umweltfreundliche Projekt gab es 500 Euro und eine Auszeichnung. Das „Reparaturcafé Rentfort“ vom AWO Seniorenbeirat kam ebenfalls auf den zweiten Platz. Dort lautet nämlich die Devise: Nichts wird weggeworfen, alles kann repariert werden! Alte Schätzchen werden wieder flott gemacht: Dazu gehören Fernseher und andere elektronische Geräte, aber auch Spielzeug, Fahrräder und Textilien. Einmal im Monat bieten 15 Ehrenamtliche ihre Hilfe an – und zwar kostenlos. Den dritten Platz teilten sich das Familienzentrum St. Marien, der städtische Naturkindergarten und der „Upcycling Nähkurs“ des Internationalen Mädchenzentrums.

Die Anerkennungspreise wurde an die städtische Kindertagesstätte Ringeldorfer Straße, das städtische Familienzentrum Maria-Theresien-Straße und den Reiterverein Gladbeck e.V. vergeben. Sie alle wurden für den Bau eines Insektenhotels und für die intensive Beschäftigung mit Insekten mit je einem Sonderpreis und 200 Euro ausgezeichnet.

Auch die  Elektronik-Klasse des Berufskollegs Gladbeck, die Jungpfadfinder von St. Elisabeth, die Wattforscher des Freizeittreffs im Braucker Bildungs- und Begegnungszentrum und die Wölflingsstufe der Pfadfinder St. Elisabeth wurden ausgezeichnet. Weitere Gewinner sind das Projekt „Gesunde Ernährung“ der OGS der Südparkschule, der Ökologiekurs der Erich-Kästner-Realschule sowie die Siedlergemeinschaft Rentfort. Als Einzelpersonen wurden Manfred Schlüter, die Familie Niedrich-Mertens und Peter und Renate Wulf geehrt.

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