Foto: aureus GmbH - Julia Liekweg
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Jugendparlament in Bottrop nimmt Arbeit auf

Nun ist es offiziell: Bottrop hat sein erstes Jugendparlament – Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden lautet das Motto

Bottrop - Nach vielen Monaten der Kampagnentour, Werbeveranstaltung und natürlich der Corona-Krise war es am 18. Juni 2020 endlich soweit: Das Jugendparlament formierte sich in offizieller Form auf der konstituierenden Sitzung. Gewählt wurden unter anderem die beiden Sprecher und deren Stellvertreter, der erste Sprecher des Jugendparlaments Bottrop ist der Kirchhellener Gymnasiast Max Fockenberg.

Angefangen hat alles schon im vergangenen Winter als die Stadt Bottrop verkündete, dass die Entscheidung, ein Jugendparlament zu gründen, gefallen war. Mathias Lazinski als pädagogischer Geschäftsführer und Nina Heithausen vom Fachbereich Jugend und Schule haben sich der Sache angenommen. Nach einer langen Werbetour durch alle Bottroper Schulen, die die LebensArt in Kirchhellen am Vestischen Gymnasium, an der Sekundarschule und zu dem Zeitpunkt noch an der Hauptschule begleitet hatte, hatten sich schlussendlich Kandidaten gefunden, die sich zur Wahl als Jugendparlamentsmitglied aufstellten. Gewählt wurden dann im März per Briefwahl die 29 Vertreter, die die Jugendlichen aller Stadtteile in Bottrop künftig in politischen Belangen vertreten werden. 14 Mädchen und 15 Jungs bilden das Bottroper Jugendparlament und werden in den kommenden zwei Jahren in relevanten Themenbereichen der Politik mitdiskutieren – darunter unter anderem in den Schwerpunkten Schule, Umwelt und Freizeit.

Die konstituierende Sitzung war eigentlich für einen viel früheren Zeitpunkt geplant, doch Corona machte den Nachwuchspolitikern zunächst einen kleinen Strich durch die Rechnung. Statt wie ursprünglich geplant Ende März oder Anfang April konnte die konstituierende Sitzung nun erst jetzt Mitte Juni stattfinden. Die Sitzung wurde außerdem aus Platzgründen unter Abstandswahrung in die Dieter-Renz-Halle abgehalten.

Kirchhellen gut aufgestellt

Foto: aureus GmbH - Julia Liekweg
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Unter den insgesamt 29 Jungparlamentariern sind auch sechs Kirchhellener, die die Stimmen für die Jugendlichen in unserem Dorf bilden. Max Fockenberg, Marc Gevers, Hunter Hoffmann, Justus Hüging und Jonas Kaufmann, alles Schüler des Vestischen Gymnasiums, und Marten Theile von der Sekundarschule Kirchhellen werden in der zweijährigen Wahlperiode die Interessen ihrer Altersgruppe in der Bottroper Politik vertreten. Max Fockenberg wurde zudem in einem zweiten Wahldurchgang nach Gleichstand mit neun Stimmen zum ersten Sprecher des Jugendparlaments gewählt, Gwan Suliman von der Janusz-Korczak- Gesamtschule ist der zweite Sprecher. Der Vertreter des ersten Sprechers ist nun Maximilian Urbanek, der das Riesener Gymnasium in Gladbeck besucht, der Vertreter des zweiten Sprechers ist Ardijan Sadiku vom Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop. Nach der Wahl hat Mathias Lazinski, der bis zum Zeitpunkt der offiziellen Wahl als pädagogischer Geschäftsführer die konstituierende Sitzung leitete, das Zepter dann an Max Fockenberg übergeben. Besprochen wurde dann unter anderem auch der Ort, an dem die Vertreter des Jugendparlaments fortan tagen, sich treffen und sich besprechen werden. Die Wahl fiel auf das Einstein, das sich im Jugendkombihaus an der Ruhrölstraße in Bottrop-Boy befindet. Außerdem wurde bereits verkündet, dass ein Klimaaktionstag geplant sei, für den bereits Fördergelder in Höhe von 2250 Euro bewilligt wurden. Die genaue Durchführung sowie einen Termin wird das Jugendparlament nun in seinen kommenden Sitzungen besprechen.

Vorfreude

Max Fockenberg, Sprecher des Jugendparlaments. Foto: aureus GmbH
Max Fockenberg, Sprecher des Jugendparlaments. Foto: aureus GmbH

In seinen Schlussworten wandte sich Max Fockenberg dann noch einmal an seine neuen Parlamentskolleginnen und -kollegen: „Ein Jugendparlament hat nicht jede Stadt. Darüber, dass Bottrop nun so weit ist, können wir sehr glücklich sein. Man kann nicht früh genug anfangen, sich Gedanken um die Zukunft zu machen und Entscheidungen zu treffen, die diese Zukunft betreffen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Euch und deswegen habe ich auch die Wahl zum Amt des Sprechers angenommen.“ Nur zustimmen konnte da auch der zweite Jugendparlamentssprecher Gwan Suliman, der sich ebenfalls für das Vertrauen an sein Amt bedankte und seine Vorfreude auf die kommenden zwei Jahre zum Ausdruck brachte. „Wir haben auch eine Stimme“, fasste der zweite Sprecher des Jugendparlaments abschließend zusammen. // jl

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