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Kirchhellener pilgern zu Fuß nach Kevelaer

Die traditionelle Wallfahrt nach Kevelaer war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.

Kirchhellen - Bestes Wetter und beste Laune: Die Stimmung bei den mehr als 100 Fußpilgern, die sich am 24. und 25. August 2019 auf den Weg nach Kevelaer machten, war überragend. Neben den vielen Begegnungen mit netten Menschen konnte das Pilgern auch dafür genutzt werden, sich auch einmal wieder auf sich selbst zu konzentrieren.

Ausschlafen am Samstag? Nicht für die Pilgerfreunde der Gemeinde St. Johannes. Nach dem Pilgersingen in der Kirche gegen 5 Uhr in der Früh ging es dann auch direkt los in Richtung Xanten. Das war die erste Etappe auf dem Weg zur Trösterin der Betrübten in Kevelaer. Am Mittag um 14.15 traf die Pilgertruppe hier schon ein. Dank der guten Organisation und der guten Verfassung der Pilger konnte man den Zeitplan ohne größere Anstrengungen gut einhalten. Nach etwa 10 Kilometern, was einer Zeit von circa 2 Stunden entspricht, wurden Pausen gemacht. Ein Versorgungswagen sorgte für ausreichend Wasser und kleinere Stärkungen. Um den Pilgern möglichst viel Ballast abzunehmen, hatten sie nach zwei bis drei Kilometern immer wieder die Möglichkeit, ihre leeren Flaschen wieder am Wagen abzugeben. „Sonst hätten sie die Flaschen auch noch mit sich herumtragen müssen“, erklärt Susanne Breit, die Teil des Versorgungsteams war. Sobald alle ihre Batterien wieder ein wenig aufgeladen und sich gestärkt hatten, ging es dann auch schon wieder weiter.

„Pilgern auf hohem Niveau“ mit Unterstützung fleißiger Helfer. Foto: Privat

In Xanten angekommen, konnten sich die Pilger erst einmal ausruhen. Gegen 17 Uhr gab es eine gemeinsame Messe, danach ein gemeinsames Abendessen im Hotel. „Früher musste noch jeder selbst abends für Essen und Trinken sorgen“, erinnert sich die Truppe. Das ist jetzt anders und stärkt natürlich auch das Gefühl der Gemeinschaft, das die Pilger an dem Wochenende aufgebaut haben. Trotz der guten Versorgung beim „Pilgern auf hohem Niveau“, wie es scherzhaft in der Truppe heißt, haben die 110 Pilger auf Luftmatratzen in einer Turnhalle übernachtet. Aber auch die Nacht von Samstag auf Sonntag gestaltete sich recht kurz. Um 4.30 Uhr wurden alle geweckt, um 5 Uhr gab es Frühstück. Nur rund eine halbe Stunde später ging es auch schon wieder los, um den restlichen Weg nach Kevelaer anzutreten.

Bestens versorgt

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Das Team vom Versorgungswagen und vom Deutschen Roten Kreuz war die gesamte Zeit über voll und ganz für die Pilger da. Um sie unterwegs ausreichend zu versorgen, hatte Küsterin Renate Schönsee extra kleine Melonenstücke geschnitten und in Trinkbecher gefüllt. Neben ausreichend Flüssigkeit gehören selbstverständlich auch Vitamine dazu. „Viele haben aber auch Kuchen oder Nussecken gebacken, die wir dann in den Pausen essen konnten“, erzählt Susanne Breit. Sie ist am Sonntag zusammen mit den anderen Versorgern um 2.30 Uhr in der Nacht aufgestanden. „Das war zwar ziemlich früh, aber wir haben schon Brötchen und Kaffee für das Frühstück vorbereitet.“ Ebenso wie das Obst, denn so eine lange Tour kann ziemlich anstrengend sein und ganz besonders bei den warmen spätsommerlichen Temperaturen. Das Team vom Deutschen Roten Kreuz kümmerte sich auch um die kleineren Verletzungen in der Truppe. Blasen an den Füßen mussten reichlich versorgt werden, größere Probleme habe es aber nicht gegeben. Richtiges Schuhwerk und vernünftige Socken waren bei der Wallfahrt unverzichtbar.

Die Truppe hat beinahe 60 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, da darf es aber auch die ein oder andere Blase geben. Für diejenigen, die dann doch völlig von ihrer Kraft verlassen wurden, stand ein großer Wagen des Deutschen Roten Kreuzes bereit, der die Erschöpften einsammelte. Von der guten Stimmung jedoch ließ man sich auch dann nicht abbringen.

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