Foto: Julia Liekweg

Sonderausgabe der Schulzeitung zum Gladbecker Stadtjubiläum

Die Schüler der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule haben sich in der Jubiläumsschrift zum 100-jährigen Stadtjubiläum kritisch mit dem Thema Integration auseinandergesetzt.

Gladbeck - Schülerzeitung zusammen mit der AG 100 Jahre Stadt Gladbeck verschiedene Annäherungen an das Thema Integration und Vielfalt versucht. Zusammen mit 45 weiteren Autoren und Autorinnen haben sie eine Jubiläumsschrift verfasst, die die Vielfalt der Stadt und der Schule vereint. Vorgestellt wurde die Schulzeitung in der letzten Woche vor den Ferien und auch Bürgermeister Ulrich Roland hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar Worte an das Publikum zu richten.

Für Maik Bubenzer, den didaktischen Leiter der Schule, ist Integration „gelebter Alltag“, wie er beschreibt. „Die Themenwahl ist natürlich inspiriert vom Schultalltag“, so der Geschichtslehrer. Ebenso schnell habe man entschieden, die bunte Vielfalt der Kulturen nicht nur an der Schule, sondern im Rahmen des gesamten Stadtgeschehens zu beleuchten: „Die Schule ist Teil des Stadtbildes. Der Schritt zur Stadtebene war nur logisch“. Vor allem aber ist der Lehrer stolz auf das, was die Schüler mit der Zeitung geschafft und geschaffen haben.

„Normalerweise hat die Schulzeitung zwischen 15 und 30 Seiten. Die Sonderausgabe hätte noch dicker werden können, aber irgendwann mussten wir leider Texte aussortieren“, bedauert der Verantwortliche. Auch der stellvertretende Schulleiter Jörg Weichert hatte durchweg positive Worte und großen Dank für die Schüler übrig. „Die Schule ist ein Paradebeispiel für Integration“, begann er seine Begrüßungsrede. Damit meint er vor allem aber auch die vielen sozialen Projekte, die die Schule auf den Weg gebracht hat. Darüber hinaus bezeichnet er die Sonderausgabe als einen Anstoß zum Weitermachen, zum gegenseitigen Handreichen, damit die Schule und die Stadt zusammen in puncto Integration weiter mit gutem Beispiel vorangehen können. Auch der Bürgermeister drückte seinen großen Stolz und seine Freude aus: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass 150 Seiten das Ergebnis dieses Projektes sind“, lobte er. In Zustimmung mit Jörg Weichert sieht er mehr in dieser Ausgabe Schülerzeitung: „Das ist ein Zeichen der Geschichte für gelungene Integration“. Maik Bubenzer konnte gar nicht genug dankende Worte für all die Beteiligten finden. Vor allem galt sein Dank aber den 25 Schülern der beiden AGs, die sich so für ihre Sache ins Zeug gelegt haben und jetzt zurecht Stolz auf das Ergebnis sein können.

Für kulturelle Unterhaltung sorgte die 22-jährige Poetry-Slammerin Ella Anschein aus Bonn. Mit ergreifenden Texten über das Erwachsenwerden mit den neuen Medien und in einer Kulturenvielfalt, über das Heimatverständnis bis hin zum allgemeinen, integrationsverweigernden deutschen Wutbürger unterstrich sie noch einmal die Wichtigkeit des Miteinanders. Ob kulturenübergreifend oder nicht. Auch Ulrich Roland erzählte von den Erfolgen, die Gladbeck, und sogar Deutschland allgemein, bereits erzielt haben. Und das sind kleine Dinge, die, wie er sagt, jeder mitbekommt: der Trend, sich wieder mehr draußen aufzuhalten oder einfach die Vielfalt in Speisenkarten, wovon jeder profitiert. In Zusammenarbeit von Schule und Stadt wollen Roland und Bubenzer auch weiterhin die Möglichkeiten für alle schaffen, in Deutschland einen guten Schulabschluss mit Zukunftschancen zu erreichen. jl

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