Auf Nummer sicher

Am 7. Oktober wird es mit der Unterstützung der Sparkasse einen Vortrag zum Thema „Vollmacht und Vorsorge“ in der Seniorenberatung geben

Schon im Grundgesetz ist der Schutz der Menschenwürde und das Recht auf persönliche Freiheit fest verankert. Wer aber aus Krankheitsgründen nicht mehr selbst entscheiden kann, über den wird entschieden. Durch Betreuer, Ärzte, Angehörige. Doch nicht immer stimmen die Wertvorstellungen, nach denen sie handeln, mit den eigenen Wünschen überein. Es lohnt sich daher schon als gesunder Mensch eine Patientenverfügung abzuschließen. Hiermit hält man fest, welche medizinischen Maßnahmen nach einem schweren Unfall, einem Herzinfakt oder Schlaganfall getroffen werden sollen. Damit besteht die Möglichkeit schon im Vorfeld selbstbestimmt vorzusorgen. Folgende Rahmenbedingungen im Umgang mit Patientenverfügungen sind festgelegt:
 

  • Die Patientenverfügung sollte schriftlich abgefasst werden und jederzeit formlos widerrufen werden können.
  • Liegt keine schriftliche Patientenverfügung vor, muss der mutmaßliche Wille des Patienten ermittelt werden.
  • Ärzte, Pflegepersonal, Angehörige und Bevollmächtigte sind an die schriftliche Patientenverfügung gebunden.
  • Nur bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Arzt und Betreuer bezüglich schwerwiegender Entscheidungen muss das Vormundschaftsgericht noch entscheiden. Sind sich Arzt und Bevollmächtigter einig, braucht kein Vormundschaftsgericht mehr angerufen zu werden.

Ratsam ist es bei der Erstellung einer Patientenverfügung einen Juristen zur Hilfe zu nehmen. Vorgedruckte Verfügungen sind häufig nicht ausreichend. Am Donnerstag, 7. Oktober um 15 Uhr wird Ingeborg Heinze zu dem Thema „Vollmachten und Verfügungen“ in der Seniorenberatung, Fritz-Lange-Haus an der Friedrich-Ebert-Str. 7, referieren und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren. In diesem Vortrag wird im Wesentlichen auf alle Fragen rund um die Patientenverfügung eingegangen.

Es gibt nur wenige Themen, die jede und jeden betreffen und in der Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert werden wie all das, was mit einer Patientenverfügung zusammenhängt.
Anhand von vielen Beispielen erläutert die Referentin, warum es so vielfältige Meinungen gibt, wie die „richtige“ Patientenverfügung aussehen soll und wie man sie inhaltlich
gestaltet. Es wird ausführlich auf die aktuelle Gesetzeslage eingegangen. Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung der Sparkasse und der Seniorenberatung der Stadt Gladbeck. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. gk

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