Foto: Jana Golus

Demenz verstehen

Der Caritasverband Gladbeck e.V. bietet in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK Gesprächskreise für die pflegenden Angehörigen von demenziell Erkrankten an

Gladbeck - Demenz ist eine schwerwiegende Erkrankung, die immer häufiger auftritt. „Etwa 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen und jedes Jahr kommen etwa 40.000 Betroffene hinzu”, weiß Gabriele Holtkamp-Buchholz vom Caritasverband Gladbeck e.V. Auch in Gladbeck gibt es immer mehr demenziell Erkrankte. „Der Grund dafür ist, dass die Menschen immer älter werden und je älter man wird, desto höher ist das Risiko an Demenz zu erkranken”, erklärt Gabriele Holtkamp-Buchholz. Die seelische Belastung für pflegende Angehörige von demenziell Erkrankten ist enorm hoch und aus diesem Grund bietet der Caritasverband Gladbeck e.V. bereits seit vier Jahren in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK Gesprächskreise für die Angehörigen an, bei denen sie sich austauschen können und hilfreiche Informationen erhalten.

Neben den zwei bereits bestehenden Gesprächskreisen im Caritas Seniorenzentrum Johannes-van-Acken-Haus an der Rentforter Straße soll nun auch in Brauck im St.-Altfrid-Haus ein Gesprächskreis eröffnet werden. „Es ist wichtig, das ganze Stadtgebiet einzubeziehen, da es auch viele ältere pflegende Angehörige gibt, die ihren Ehepartner pflegen”, sagt Gabriele Holtkamp-Buchholz. Die Erreichbarkeit soll auch für weniger mobile Angehörige gewährleistet sein.
Die Gesprächskreise finden jeweils einmal im Monat statt und die demenziell Erkrankten können zu den Treffen selbstverständlich mitkommen. Sie werden in dieser Zeit betreut. Diplomsozialpädagogin Marie Luise Schulte im Walde leitet die Gesprächskreise und weist auf deren Wichtigkeit hin. „Bei der Erkrankung Demenz leiden oft die Angehörigen am meisten, denn sie müssen sich von dem Menschen verabschieden, den sie vor der Erkrankung gekannt haben, da Demenz eine Veränderung der Persönlichkeit mit sich bringt.” In den Gesprächskreisen wird den Angehörigen dabei geholfen, diese Veränderung zu verarbeiten, und sie können sich mit Menschen austauschen, die ähnliche Erfahrungen machen.
Die 68-jährige Monika Storchmann ist eine von den Angehörigen, die die Gesprächskreise besuchen. Sie pflegt ihre 96-jährige Schwiegermutter. „Der Gesprächskreis ist für mich ein Ort, wo ich mich aussprechen kann. Hier habe ich so viel Zuwendung und Verständnis gefunden und das ist mir sehr zugute gekommen. Es ist wirklich wichtig, dass es solche Gesprächskreise gibt.” go


Die Gesprächskreise finden einmal monatlich freitags oder samstags statt. Kreis 1 ist freitags von 15 bis 17 Uhr im St.-Altfrid-Haus, Auf‘m Kley 5, Kreis 2 ist samstags von 10 bis 12 Uhr und Kreis 3 samstags von 13.30 bis 15.30 Uhr. Beide Gesprächskreise am Samstag finden im Johannes-van-Acken-Haus, Rentforter Straße 30 statt. Die nächsten Termine sind am 20. und 21. Februar. Anmeldungen sind bei Gabriele Holtkamp-Buchholz unter (02043) 37 34 54 möglich.

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