Gladbeck
Foto: GR Stocks / Unsplash
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KoKi-Tipp: „Auf alles, was uns glücklich macht“

Eine Geschichte über das Wesen der Freundschaft

Gladbeck -

Wir verfolgen das Leben der vier Freunde Giulio, Gemma, Paolo und Riccardo. Als Kinder waren sie unzertrennlich, doch das Schicksal hat sie auch über die folgenden Jahrzehnte verbunden. Eine italienische Tragikomödie, die vom Streben nach Glück, Hoffnungen, Enttäuschung, Erfolgen, Misserfolgen, Liebe, Elternschaft, Freundschaft, aber auch Entfremdung erzählt.

Agnes Smeja-Lühr vom Kommunalen Kino empfiehlt dieses gut gefüllte Zeitgemälde der vergangenen vier Jahrzehnte in Italien. Als Kinder sind die vier Freunde Giulio (Pierfrancesco Favino), Gemma (Micaela Ramazzotti), Paolo (Kim Rossi Stuart) und Riccardo (Claudio Santamaria) unzertrennlich. Doch im Laufe ihres Erwachsenenlebens führen unterschiedlicher materieller Wohlstand, persönliche Schicksalsschläge und Giulios und Paolos romantische Gefühle für Gemma dazu, dass sich die Lebenswege der Freunde immer wieder trennen - bis das Schicksal sie auf magische Art und Weise wieder zusammenführt.

Kurz nach ihrer ersten Begegnung in den 1980er Jahren stößt Gemma zu dem Teenager-Trio bestehend aus Giulio, Paolo und Riccardo. Der Werdegang der vier Freunde driftet in den folgenden vier Jahrzehnten immer wieder auseinander, nähert sich allerdings auch wieder einander an. Meist gipfelt die Zusammenführung mit dem titelgebenden Trinkspruch „Auf alles, was uns glücklich macht“.

Während Ehen geschlossen, Kinder geboren, Freundschaften und Beziehungen begonnen, aber auch beendet sowie Karrieren verfolgt werden, steht das Quartett mal in mehr, mal in weniger nahem Kontakt. Es kommt schlichtweg das Leben dazwischen. Während das Thema Freundschaft im Film tatsächlich häufiger auch kritisch beleuchtet wird, zeigt sich jedoch, worauf es wirklich ankommt – „was schließlich bleibt, ist das Freundesquartett“, erklärt Agnes-Smeja-Lühr. Sie findet: „Man taucht richtig in das Geschehen ein, die Charaktere wirken sympathisch und man fängt sich im Laufe des Films selber an zu fragen, was für einen in einer Freundschaft eigentlich wichtig ist.“

„Auf alles, was uns glücklich macht“ spielt in einer authentisch-realen Kulisse und wird untermalt von tollen Bildern und zeitgenössischer Musik. Der Zuschauer taucht in 40 Jahre italienisches Leben und Kultur ein, die Atmosphäre holt ab. „Ein besonderer Kniff des Films ist, dass der Zuschauer häufig mit einbezogen wird. Das wirkt nicht künstlich, sondern passt immer sehr gut, sodass wir richtig in den Film hineingezogen werden“, so Smeja-Lühr. „Die italienische Tragikomödie ist mitreißend und ein Film für Fans eher ruhiger Töne.“

„Auf alles, was uns glücklich macht“ wird am 1. April um 18 Uhr im Kommunalen Kino in Gladbeck gezeigt. Der Film ist freigegeben ab 12 Jahren.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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