Gladbeck
Foto: Nicole Gruschinski

Sportanlage an der Enfieldstraße: Stadt stellt Planungen für Neubau vor

Vorgesehen ist der Bau einer modernen Sportstätte - Ein weiterer Bestandteil der Planung ist ein Lehrschwimmbecken

Gladbeck -

Die Stadt Gladbeck hat im gemeinsamen Sport- und Schulausschuss die Ergebnisse der Bedarfsplanung und Machbarkeitsstudie für den Neubau der Sportanlage an der Enfieldstraße in Rentfort-Nord vorgestellt. Die Politik stimmt einstimmig zu, die Pläne weiter zu verfolgen. Vorgesehen ist der Bau einer modernen Sportstätte mit einer Fünf-Feld- Sporthalle, einem Lehrschwimmbecken sowie einer umfassend modernisierten Außensportanlage.

„Die neue Anlage wird nicht nur den Schul- und Vereinssport stärken, sondern auch wichtige
Impulse für die Weiterentwicklung unserer Sportstadt geben“, betonte Bürgermeisterin und
Sportdezernentin Bettina Weist.

Eine Projektgruppe aus Sportabteilung, Schulverwaltung und Immobilienwirtschaft hat
gemeinsam mit dem beauftragten Architekturbüro in den vergangenen Monaten die Bedarfe
von Schule, Verwaltung und Vereinen analysiert. Grundlage waren unter anderem ein
Nutzerworkshop mit Vertretern der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule, der
Sportvereine und des Stadtsportverbandes sowie die Ergebnisse der städtischen
Sportentwicklungsplanung.

Bau einer Fünf-Feld-Sporthalle ist notwendig

Dabei wurde deutlich, dass der Bau einer reinen Ersatzhalle nicht ausreichen wird. „Der
Nutzerworkshop hat klar gezeigt, dass der Bedarf von Schule und Vereinen mit einer Vier-
Feld-Halle nicht ausreichend abgedeckt werden kann. Eine Fünf-Feld-Sporthalle ist
notwendig, um den Schul-, Vereins- und Wettkampfsport langfristig zu sichern“, so die
Bürgermeisterin.

Lehrschwimmbecken mit den Maßen acht mal 12,50 Meter

Die geplante Anlage umfasst neben der zweigeschossigen Sporthalle mit Nebenräumen,
Umkleiden und Geräteräumen auch eine Tribünenanlage für rund 700 Zuschauer,
Seminar- und Krafträume sowie Verwaltungs- und Technikbereiche. Die Halle ist
insbesondere für den Wettkampfbetrieb im Handball- und Volleyballsport konzipiert und soll
eine lichte Hallenhöhe von mindestens neun Metern erhalten. Ein weiterer Bestandteil der
Planung ist ein Lehrschwimmbecken mit den Maßen acht mal 12,50 Meter. Damit reagiert die
Stadt auf den steigenden Bedarf an Schwimmflächen und die zunehmende Zahl von Kindern,
die nicht schwimmen können. Auch die Außensportanlage soll umfassend modernisiert
werden: Vorgesehen sind unter anderem eine 400-Meter-Laufbahn, ein Fußballfeld, Anlagen
für Weit- und Hochsprung sowie Speerwurf und Kugelstoßen, zwei Beachvolleyballfelder und eine kleine Tribünenanlage. Optional sind zusätzliche Flächen für weitere Sportangebote wie Padelplätze oder eine Bahn für gleitende Sportarten vorgesehen.

Michael Berger, Leiter des Büros der Bürgermeisterin sowie des Amtes für Rat, Bürgerschaft
und Sport, sieht in der Planung einen wichtigen Schritt für die Entwicklung der städtischen
Sportinfrastruktur: „Mit der vorgestellten Bedarfsplanung liegt erstmals eine belastbare
Grundlage für die weitere Planung der Sportanlage an der Enfieldstraße vor. Sie zeigt, wie der
Standort künftig sowohl den Schul- als auch den Vereinssport und den Wettkampfbetrieb
aufnehmen kann.“

Die Investitionskosten werden derzeit auf rund 53 Millionen Euro geschätzt

Der Ausschuss hat nun die Verwaltung beauftragt, auf Grundlage der vorliegenden
Ergebnisse die Planung für den Bau der Fünf-Feld-Sporthalle, des Lehrschwimmbeckens und
der Außensportanlagen weiterzuführen. Die Ergebnisse einer im nächsten Schritt
vorgesehenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollen im Sommer 2026 im Sportausschuss
vorgestellt werden. Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt werden derzeit auf rund 53
Millionen Euro geschätzt. Die Stadt will parallel Gespräche mit Bund und Land führen, um
Fördermöglichkeiten für das Projekt zu prüfen.

Hintergrund der Planungen ist der Brand in der Nacht zum 12. Oktober 2021, bei der die
bisherige Vierfach-Sporthalle zerstört wurde. Seitdem fehlen sowohl der Ingeborg-Drewitz-
Gesamtschule als auch zahlreichen Sportvereinen trotz der Übergangslösung durch eine
kurzfristig errichtete Traglufthalle Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten.

Quelle: Stadt Gladbeck

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