Foto: aureus GmbH
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Was sagen Einzelhändler zu einem Jahr Hauptstraße als Einbahnstraße

Die Einbahnstraße hat vor gut einem Jahr zu großer Aufregung bei Kirchhellener Bürgern und Einzelhändlern gesorgt – Aber wie ist die Situation jetzt?

Kirchhellen - Als die Hauptstraße im Dorfkern zur Einbahnstraße wurde, veränderte sich das Verhalten und die Stimmung in Kirchhellen. Man konnte nun nicht mehr von beiden Seiten durch den Dorfkern fahren, sondern musste seine Fahrweise an die neue Straßenführung anpassen. Dass Autos die Hauptstraße seitdem nur noch aus Richtung von St. Johannes befahren dürfen, hat nicht nur positive Effekte gehabt.

Neben Christoph Elpers haben wir von der LebensArt auch das Gespräch mit anderen Einzelhändlern aus dem Dorfkern gesucht. Wir möchten wissen, wie die Erfahrungen mit den Neuerungen sind und ob andere ähnlich Erfahrungen gemacht haben wie das Lottogeschäft der Familie Elpers. Peter Ostendorf zeigt sich verträglich mit der Einbahnstraße: „Natürlich gab es Veränderungen zu Beginn der Straßenführung. Aber ich habe nicht feststellen können, dass sie der einzige Grund für Einbußen ist“, ist sich der Inhaber des Elektrohandels sicher. Vielmehr sei es eine insgesamte Veränderung im Kundenverhalten, die nicht nur in Kirchhellen, sondern auch in anderen Städten merkbar seien. „Im ersten Vierteljahr nach der Einbahnstraße haben wir deutliche Veränderungen bemerkt. Aber mittlerweile haben die Leute sich daran gewöhnt“, berichtet Peter Ostendorf. „Wer bei uns einkaufen möchte, der macht das auch – ob mit oder ohne Einbahnstraße“.

Christian Schmieding hingegen steht der Einbahnstraße nach wie vor kritisch gegenüber. Neben Veränderungen des Kundenzulaufs sieht er allerdings größere Sicherheitsrisiken. Nun, da es keinen Gegenverkehr mehr gebe, bemerke der Fotograf vermehrt eine erhöhte Geschwindigkeit, die die vorgeschriebenen 20 Stundenkilometer deutlich überschreite. Auch das Parken habe sich verändert. Es wird auf kleinere Straßen ausgewichen, da keiner der Kunden mehr Lust habe, im Kreis zu fahren. Die abknickende Vorfahrt der Hauptstraße an der Ecke der Bäckerei Sporkmann lade außerdem zu gefährlichen Wendemanövern ein. „Ich würde es wieder rückgängig machen“, bewertet Christian Schmieding die aktuelle Lage.

Wir möchten mit Ihnen sprechen!

Wir von der LebensArt möchten das Thema Einbahnstraße weiter verfolgen – und dazu brauchen wir Sie. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Gedanken als Einzelhändler oder Besucher in der Dorfmitte mit uns und lassen Sie uns gemeinsam die Gesamtsituation des Dorfes Revue passieren lassen. Sie können sich per Mail an bei uns melden. jl

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