Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Baustelle Schulstraße: Sperrung voraussichtlich kürzer als gedacht

Während der Sitzung der Bezirksvertretung äußerte sich Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder kritisch über die Dauer der Vollsperrung Schulstraße - Der RWW gibt jetzt Entwarnung

Kirchhellen -

Die Ausgangssituation: Der regionale Trinkwasserversorger RWW gab Anfang des Jahres bekannt, dass es auf der Schulstraße im Dorfkern aufgrund einer weiteren Rohrnetzpflegemaßnahme zu einer Vollsperrung kommt.

In der öffentlichen Bekanntgabe hieß es: „Hier erneuert RWW ihre Trinkwasserleitung, gestartet wird an der Kreuzung „Auf der Bredde“. Die Arbeiten beginnen ebenfalls am 10. Januar, dauern bis Ende Mai. Während der Arbeiten muss der Bereich vollständig gesperrt werden. Eine Umleitung wird eingerichtet. Dort, wo nicht gesperrt wird, ist mit eingeschränkten Parkmöglichkeiten zu rechnen. Für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen bittet RWW um Verständnis.“ Bis Ende Mai? Ganz schön lange an so einem kritischen Standort“, findet Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder.

Kritische Straßensperrung aus mehreren Gründen

„Die Baustelle ist für fünf Monate terminiert, das dauert bei allem Verständnis für diese Maßnahme einerseits zu lange, da die Straße auf Höhe der Feuerwache gesperrt wird, aber auch, weil dieses Teilstück ein viel befahrener Weg für die Schülerinnen und Schüler ist“, bemerkt der CDU-Mann. „Dadurch wird verhindert, dass die Freiwillige Feuerwehr in Notfällen schnell ein- und ausfahren kann. Wege, wie zum Beispiel zur Hauptstraße, die sonst nur zehn Sekunden dauern, werden deutlich länger.“ Außerdem handelt es sich bei der Baustelle lediglich um eine Wanderbaustelle, die nach einer gewissen Zeit einige Zentimeter weg von der Kreuzung Auf der Bredde rutscht. Ist die eine Seite also wieder frei, gibt es eine erneute Behinderung der Rettungskräfte und längere Fahrzeiten auf der anderen Seite.

Volles Verständnis für die Arbeiten, aber…

„Die Maßnahmen an der Schulstraße sind absolut gerechtfertigt, zumal in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren sehr oft in diesem Bereich Rohrbrüche vorgekommen sind. Auch, dass dafür eine Vollsperrung notwendig ist, dafür habe ich Verständnis. Aber der Zeitraum ist einfach zu lang“, so Schnieder. „Gibt es dann woanders einen Rohrbruch, rückt das Team ab und vor Ort passiert nichts. Man sollte von Stadtseite darauf drängen, dass solche kritischen Stellen schnellstmöglich abgewickelt werden.“

RWW mit guten Nachrichten

„Zunächst ist eine Vollsperrung unumgänglich, da der Bagger in seiner Beweglichkeit die ganze Straßenbreite braucht“, erklärt Ramon Steggink, Presseverantwortlicher des RWW. „Sollte das Wetter mitspielen und es an die Hausanschlüsse gehen – sobald die Rohrverlegung abgeschlossen ist – kann die Straße auch schon Ende März zumindest einseitig geöffnet werden, sodass der Verkehr fließen kann. Wir arbeiten mit mehreren Tiefbauunternehmen zusammen und haben mehr als ein Trupp zur Verfügung, sodass eine Verzögerung durch andere Rohrbrüche rein spekulativ ist und nur im Extremfall eintreffen würde.“

Zurück

Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

Diesen Artikel teilen