Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
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Heimatverein taucht ein in die 1970er Jahre

„Demos, Discos, Denkanstöße“ lautet der Titel, der vom LWL-Museumsamt Westfalen zur Verfügung gestellten Wanderausstellung - Der Heimatverein Kirchhellen erinnert außerdem an die Zeit von Glabotki

Kirchhellen -

Das LWL-Museumsamt mit Sitz in Münster konzipiert regelmäßig Sonderausstellungen, die im Bereich Westfalen-Lippe von Museen und anderweitigen Ausstellungsorten angefragt werden können. So hatte sich auch der Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen beworben und bekam die Wanderausstellung „Demos, Discos, Denkanstöße - Die 70er in Westfalen“ zur Verfügung gestellt.

In Zusammenarbeit mit dem rock´n´popmuseum Gronau entstand eine Ausstellung, in dessen Mittelpunkt die Fotografien des Münsteraner Fotografen Christoph Preker stehen. Dabei handelt es sich um Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die sich mit Themen wie Politik, Protesten, Kindheit und Jugend, Alltag, Mobilität und Wohnen sowie Kunst und Musik befassen. „Es ist wirklich großartig, dass wir diese Ausstellung nach Kirchhellen holen konnten. Natürlich werden wir sie noch mit eigenen Stücken erweitern“, erklärt Willi Stein vom Heimatverein.

Die 70er Jahre waren ein bewegendes Jahrzehnt, in denen Großdemonstrationen von Umwelt- und Friedensorganisationen sowie alternative Zeitungen boomten. Deutschland befand sich im gesellschaftlichen Wandel. Der Heimatverein ergänzt die Ausstellung mit einigen ortsrelevanten Geschichten, wie beispielsweise über den damaligen Zusammenschluss von Gladbeck, Bottrop und Kirchhellen – kurz Glabotki, der Mitte der 70er im Zuge der Gebietsreform für Aufruhr sorgte.

Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
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Dazu gehören auch Erinnerungsstücke, die unwillkürlich an dieses Jahrzehnt erinnern. So wird es beispielsweise einen Raum geben, der sich der Musik der 70er widmet. Ergänzt wird diese Erfahrung durch eine Jukebox, die der Heimatverein eigenhändig organisiert hat. Wer möchte, kann dort Klassiker von Größen wie Elvis, ABBA oder Bill Remsey ertönen lassen. Auch die Kirchhellener können ihren Beitrag leisten, wenn sie noch etwas aus den 70ern besitzen. „Wer die Möglichkeit hat, kann sonntags gerne Stücke vorbeibringen, die wir dann in die Ausstellung integrieren“, sagt Stein.

Ziel dieser Ausstellung ist es auch, den Zuschauern in kompakter Form einen Rückblick auf ein Jahrzehnt westfälischer und deutscher Geschichte zu geben und Einblicke in diese Zeit zu gewähren, wie sie vor rund vier Jahrzehnten erlebt wurden, ergänzt Susanne Breit, die stellvertretene Vereinsvorsitzende. „Wir verzichten dieses Mal auf eine große Eröffnung, vielleicht werden wir im Laufe der nächsten Wochen aber ein kleines Begleitevent auf die Beine stellen“, sagt Willi Stein. Die Ausstellung eröffnete am 10. Oktober und ist bis zum 28. November sonntags von 11 bis 14 Uhr im Heimathaus Kirchhellen am Kulturzentrum Hof Jünger, Wellbraucksweg 2-4 geöffnet. Nach Vereinbarung können auch wieder weitere Termine für interessierte Gruppen ermöglicht werden.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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