Kirchhellen
Kürzlich übergab der Runkelvorstand die Spendensumme über 1.600 Euro an das Team des ambulanten Kinderhospizdienstes.Foto: Aileen Kurkowiak

Kirchhellener Traditionswettstreit unterstützt Hospizdienst für Kinder

Im vergangenen Jahr ging es im Dorf wieder an die Runkeln - Das Traditionsfest generierte genügend Spenden, um jetzt für den guten Zweck eingesetzt zu werden

Kirchhellen -

Der skurrile Wettstreit, bei dem das Werfen mit Knüppeln auf Futterrunkeln im Mittelpunkt steht, hat seit inzwischen 30 Jahren Tradition in Kirchhellen und reiht sich mit anderen Großveranstaltungen in den Kirchhellener Dreijahresrythmus ein. Profit will der Runkelvorstand damit nicht schlagen und hat sich auch dieses Mal einen Spendenempfänger ausgesucht, der in dieser Region besondere Aufmerksamkeit verdient.

Familiäres Fest

Mit Wurfhölzern, die ursprünglich an die Form von Bierflaschen angelehnt waren, geht es seit 30 Jahren immer wieder darum, möglichst präzise auf die Runkeln zu werfen. Diese Veranstaltung blieb jedoch verhältnismäßig klein und familiär. „Es war als Familien- und Nachbarschaftsfest gedacht, und das ist es heute auch noch“, erklärt der Vorstand, der sich kürzlich in der Gladbecker Zentrale des ambulanten Kinderhospizdienstes Emscher-Lippe traf.

Die Männer und Frauen wollten sich persönlich über die Arbeit ihres Spendenempfängers informieren – und dabei ging es obendrein um viel Geld, denn stolze 1.600 Euro konnten übergeben werden. „Die Einnahmen von der Kirchhellener Theatergruppe, die den Sektstand bewirtet hat, waren so gut, dass sie Teile ebenfalls spenden wollte. Gleiches haben die Herren gemacht, die den Bierwagen bemannt haben. Beide Gruppierungen haben dann die Summe von Kaffee- und Kuchenverkauf beim Runkelfest aufgestockt“, erklärt Thorsten Ridder aus dem Runkelvorstand.

Einsatz für guten Zweck

„Der Kirchhellener Gastronom Stefan Bertelwick macht viel Werbung für den Hospizdienst und hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass das Geld hier sehr gut aufgehoben ist“, erklärt Ridder. Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie deren Familien. „Wir finanzieren uns zu zwei Dritteln über Spenden, weshalb wir für jede Hilfe dankbar sind“, freut sich Koordinatorin Alexandra Rose. Getragen wird das Ganze aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften.

Die Unterstützung beginnt mit der Diagnose und umfasst das Leben, Sterben und die Zeit der Trauer. Ehrenamtliche, die in speziellen Kursen geschult werden, stehen den Familien im Alltag zur Seite, entlasten, hören zu und schaffen Freiräume. Ziel ist es, Lebensqualität zu erhalten, Orientierung zu geben und die Familien in ihrer schwierigen Situation nicht allein zu lassen. Von der Spendensumme werden laufende Kosten gedeckt, um das Angebot aufrechterhalten zu können.

Der Dienst richtet sich an Familien in einem Umkreis von 50 Kilometern rund um Gladbeck und bezieht Kirchhellen, Bottrop, Gelsenkirchen, Schermbeck, Dinslaken und weitere Gebiete mit ein.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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