So auch am Donnerstagvormittag (5.2.), als die neue Staffel vorgestellt wurde. Aus Anlass des 50. Todestages von Mascha Kaléko sind insgesamt sechs Gedichte der Autorin ausgewählt worden. Dieses Mal hat die Bottroper Künstlerin Anne Alings passende Illustrationen geschaffen und die Worte so noch lebendiger wirken lassen. Zur Präsentation erschienen zudem einige interessierte Künstlerinnen des Künstlerbundes Bottrop.
Mascha Kalékos Vermächtnis
Mascha Kaléko war eine deutschsprachige Dichterin jüdischer Herkunft, die 1907 in Galizien geboren wurde und vor allem im Berlin der 1920er- und 1930er-Jahre mit ihren Großstadtgedichten bekannt wurde. Ihre Werke verbinden melancholischen Humor, Alltagsbeobachtungen und eine klare, einfache Sprache, die oft Themen wie Liebe, Einsamkeit und Exil aufgreift. Später emigrierte sie vor den Nationalsozialisten in die USA und lebte bis zu ihrem Tod in Jerusalem. Kaléko verlor ihren Sohn, was sie nie überwunden hat.
„Ihre Gedichte versteht man direkt“, beschreibt Uwe Schipper. „Wenn man sie jedoch mehrmals liest, entdeckt man eine noch tiefere Bedeutung.“ Auch für die Künstlerin Anne Alings war es leicht, sich inspirieren zu lassen. Während sie die Gedichte las, brachte sie ihre Zeichnungen mit der Feder unmittelbar aufs Papier. „Ich habe ganz spontan beim Lesen gezeichnet“, erzählt sie. Der aktuelle Lyrikpfad inklusive Illustrationen kann noch bis voraussichtlich Sommerbeginn besucht werden.
Anstehende Veranstaltungen
Zwei Veranstaltungen, die für den Februar geplant waren, müssen leider entfallen: Das Schauspiel Franz Kafka (20.2.) sowie der Lyrik- und Liederabend mit Alix Dudel (27.2.). „Wir suchen nach Nachholterminen“, verspricht Reinbold.
Alternativ steht im März wieder ein Abend mit Gedichten und Texten der Gruppe „Wort-Präsent“ im Programm, ein Schauspiel von Klaus Wirbitzky, Kabarett Abende mit Benjamin Eisenberg und Gästen sowie ein Kindertheater mit dem Osterhasen. Das aktuelle Programm finden Interessierte unter www.hof-juenger.de.