Die ersten Überlegungen für einen Wasserspielplatz reichen bis in die Zeit vor 2019 zurück. „Wir wollten den traditionsreichen Park nicht nur um ein weiteres Angebot ergänzen, sondern ihn auch fit für die Zukunft machen“, erinnert sich Carla Kuchenbäcker. Gleichzeitig seien die Sommermonate in den vergangenen Jahren spürbar heißer geworden, sodass ein Wasserspielbereich für Familien naheliegend gewesen sei. Dann kam jedoch die Pandemie.
Erst mit dem Einstieg ihrer jüngeren Schwester Katharina Graveland-Kuchenbäcker in den Familienbetrieb nahm das Projekt wieder Fahrt auf. Aus einer Idee wurde eine konkrete Planung. Doch auch danach riss die Serie der Rückschläge nicht ab. Ursprünglich für 2024 vorgesehen, musste die Eröffnung zunächst wegen schwieriger Witterungsbedingungen im Winter verschoben werden. „Damit war 2024 vom Tisch“, berichtet Graveland-Kuchenbäcker.
Im darauffolgenden Jahr sorgten Bedenken hinsichtlich der Wasseraufbereitung für weitere Verzögerungen. „Diese Hinweise haben wir sehr ernst genommen. Wieder verging ein Jahr.“ Schließlich machte auch noch eine fehlerhaft gegossene Betondecke Probleme. Frühzeitig auftretende Risse gefährdeten sogar die geplante Inbetriebnahme in dieser Saison. „Entsprechend emotional ist der heutige Tag für uns. Wir sind endlich am Ziel angekommen“, sagen die Betreiberinnen.
Was lange währt…
Dass sich die Mühen gelohnt haben, zeigte bereits das zweiwöchige Soft Opening. „Beckis Wasserzauber“ wurde von den ersten Besucherfamilien begeistert angenommen. Der Name ist dabei Programm: Kinder können ausprobieren, wie Wasser fließt, gestaut und umgeleitet wird. Zahlreiche Rinnen, Schleusen und Spielstationen laden zum Experimentieren ein, während eine große Wasserrutsche für zusätzlichen Spaß sorgt.
Besonderen Dank richtete die Betreiberfamilie an Oberbürgermeister Matthias Buschfeld und die Stadtverwaltung. Gerade auf den letzten Metern hätten alle Beteiligten noch einmal großen Einsatz gezeigt, um die Eröffnung rechtzeitig möglich zu machen.
Für die neue Attraktion erhielt Schloss Beck bereits eine besondere Auszeichnung: Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitattraktionen verlieh dem Park den Ehrenpreis „Innovation“. Jürgen Gevers, Geschäftsführer des Verbands, würdigte den Mut der Betreiberfamilie, rund zwei Millionen Euro in die Zukunft des Traditionsparks zu investieren. Schloss Beck habe einen Ort geschaffen, der Tradition und Moderne verbinde und an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben oder persönlicher Überzeugung gemeinsam Zeit verbringen könnten. „Wir alle bräuchten in unserem Leben ein wenig mehr Schloss Beck“, sagte Gevers und lobte die Familie dafür, den eingeschlagenen Weg trotz aller Widrigkeiten konsequent verfolgt zu haben.