Kirchhellen
Natürlich hat Hermann Reinbold auch jede Menge neuer Ideen für das kommende Jahr. Eine dieser noch geheimen Ideen hat mit dem Bauerngarten auf dem Gelände zu tun.Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak
Natürlich hat Hermann Reinbold auch jede Menge neuer Ideen für das kommende Jahr. Eine dieser noch geheimen Ideen hat mit dem Bauerngarten auf dem Gelände zu tun.Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak

Ungetrübter Optimismus bei Hof Jünger-Vorstand

Hermann Reinbold blickt auf ein anstrengendes Jahr als Vorsitzender des Bürgervereins Hof Jünger zurück - Doch Aufgeben war für ihn nie eine Option

Kirchhellen -

„Ein Blick zum Anfang des Jahres 2021 ist kaum nötig, denn das fertige Halbjahresprogramm konnten wir komplett in den Müll schmeißen, nichts konnte stattfinden“, erinnert sich Hermann Reinbold. „Wir sind – weil wir verantwortungsvoll handeln wollten – sogar erst im Juli mit dem Programm angefangen, obwohl der Lockdown schon früher geendet ist.“

Im zweiten Halbjahr konnten zwar viele Veranstaltungen wieder stattfinden, doch deutlich merkbar war die Zurückhaltung der Zuschauer. Während die beliebte Veranstaltung „Kabarett im Hof“ normalerweise der Maßstab für andere Bühnenshows ist, verliefen die Ticketverkäufe schleppend. „Das Kabarett ist normalerweise immer nach wenigen Tagen ausverkauft“, so Reinbold. Lediglich zwei sehr erfolgreiche – und ausverkaufte – Veranstaltungen im Sommer habe es gegeben. ‚Remember Johnny Cash‘ und ‚Rock am Hof‘ erfuhren eine hervorragende Resonanz. Das sei jedoch nicht verwunderlich, handelte es sich dabei schließlich um Open-Air-Veranstaltungen, meint der Vereinsvorsitzende.

Komplett unverständlich sei die Zurückhaltung der Zuschauer für ihn nicht, allerdings habe man am Hof Jünger penibel darauf geachtet, dass alle Hygiene- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. „Von Beginn an haben wir gesagt: ‚Wir gehen den sicheren Weg.‘ Alle Veranstaltungen wurden unter 2G oder sogar 2Gplus durchgeführt“, erklärt der ehemalige Mathematik-Lehrer. „Ich kann mich nur wiederholt bei unseren Unterstützern in dieser schwierigen Zeit bedanken. Die Vereinte Volksbank, die Bezirksvertretung, RWE und die Egon-Bremer-Stiftung haben uns unter die Arme gegriffen. Aber auch den vielen ehrenamtlichen Helfern hier am Hof Jünger gilt ein herzliches Dankeschön.“

Ein spannendes Jahr 2022 steht bevor

Unterkriegen lässt sich das Team durch die Pandemie nicht. Nach wie vor richtet Hermann Reinbold einen optimistischen Blick in die Zukunft und freut sich auf das neue Programm für das erste Halbjahr 2022. Seit vielen Jahren setzt der Hof Jünger rund 60 Veranstaltungen um und lässt sich stets etwas Neues für die Besucher einfallen. Dennoch waren die vergangenen zwei Jahre unter dem Druck der Pandemie schwierig und manch einer mag sich gefragt haben: „Warum macht der das eigentlich?“ Die Antwort des Vorsitzenden des Bürgervereins ist so schlicht wie einfach: „Es ist eine Win-Win-Situation.“ Endlich könne er Dinge machen, die in seinem Berufsleben vor der Pensionierung als Mathematik-Lehrer nicht in seinem Tätigkeitsbereich lagen und sich mit Kultur beschäftigen. „Mein Anspruch ist es, auch mal etwas anderes zu zeigen und das Kulturangebot durch Neues zu ergänzen“, so Reinbold. Und eines sei ganz sicher: Im kommenden Jahr erwartet die Besucher des Hof Jünger durchaus der ein oder andere neue Programmpunkt.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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