Herren hoch zu Ross

Seit Wochen trainieren beim ZRFV für Groß- und Kleinpferde vier ambitionierte Reiter mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen: Das Reitabzeichen!

„Alle mal antraben und leicht traben, dabei gerade sitzen und die Zügelfäuste aufrecht“ - so lautet das Kommando von Reitlehrer Clemens Janinhoff zu Beginn der Herren-Reitstunde. Seit nunmehr acht Wochen treffen sich jeden Donnerstag um 20 Uhr vier ambitionierte Reiter in der Halle des Zucht-, Reit- und Fahrvereins für Groß- und Kleinpferde an der Vogelsrauh, ein Ziel fest vor Augen: Das Reitabzeichen.

„Als die Jungs mit der Idee zu mir kamen, dachte ich erst, sie machten Scherze, aber sie wollen wirklich das Abzeichen machen“, sagt Clemens Janinhoff. Mittlerweile hat sich in der Reitgruppe auch schon die Spreu vom Weizen getrennt. Gerade einmal vier tapfere Reiter von ehemals sieben kämpfen sich Donnerstag für Donnerstag näher an ihr Ziel.

Dirk Köhne, Carsten Köhne, Stefan Musch und Philipp Brune haben ihre Leidenschaft für Pferde schon früh entdeckt. „Wir haben alle schon lange mit dem Reitsport zu tun“, sagt Dirk Köhne. Der Vorsatz, sich selbst in den Sattel zu schwingen und dann auch noch gleich die Prüfung zum Reitabzeichen zu absolvieren, kam den Kirchhellenern bei der ersten Schützenübung. Seither sind die Schulpferde Chaplin, Lilly, Ben Boy und Stefan Musch eigenes Pferd Jerome die treuen Begleiter der vier Reiter. Und dabei gilt es für die Helden in Reithosen nicht nur auf dem Pferderücken zu bleiben, sondern auch noch spezielle Regeln einzuhalten. So wird für das Zu-spät-kommen, Handy auf dem Pferd oder für das „Kappe vergessen” ebenso ein Strafgeld verlangt, wie für das Widerworte geben. Und die Strafgeldkasse füllt sich stetig. Clemens Janinhoff kann darüber gut lachen, der Chef in der Bahn freut sich über so viel Ehrgeiz. „Im Januar hab ich die vier so fit, dann geht’s ans Springen“, sagt der erfahrene Reitlehrer.
gk

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