Foto: privat
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Leben retten kann man lernen

Die Wasserratten der DLRG Kirchhellen hatten Besuch vom Nikolaus und ziehen ein positives Fazit aus den verschiedenen Aufgaben im Jahr 2013

Kirchhellen - In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verloren rund 5.000 Menschen im Jahr ihr Leben durch Ertrinken. Nur zwei bis drei Prozent der damaligen Bevölkerung konnte schwimmen. Am 5. Juni 1913 veröffentlichte das amtliche Organ des Deutschen Schwimmverbandes, der „Deutsche Schwimmer“, den Aufruf zur Gründung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Zum Ende des Gründungsjahres zählt die junge Organisation 435 Mitglieder, darunter namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Mittlerweile sind mehrere tausend Mitglieder deutschlandweit in der DLRG engagiert. Auch in Kirchhellen gibt es Schwimmgruppen der Bottroper DLRG. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf rund 420. Davon sind 120 im Bottroper Sportpark und 70 in Kirchhellen aktive Schwimmer. Die Hauptaufgabe besteht in der Schwimmausbildung – vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer. „Die wichtigste Aufgabe der DLRG ist die Verhinderung des Ertrinkungstodes. Aber auch im Katastrophenschutz, im Breitensport und bei Sanitätsdiensten spielt die DLRG eine große Rolle“, erklärt Anne Alfes, Übungsleiterin der Kirchhellener Schwimmgruppe. So waren im vergangenen Jahr zwei Trupps der Ortsgruppe Bottrop in Schönebeck und Magdeburg zur Deichsicherung und Bergung von Menschen und Gütern im Einsatz. „Besonders wichtig ist uns die Jugendarbeit. Neben der Schwimmausbildung werden Freizeitaktivitäten wie Zeltlager oder Ausflüge organisiert. Auch der Besuch des Nikolaus' ist fester Programmpunkt im Jahr“, sagt Anne Alfes und plädiert dafür, dass alle Kinder möglichst frühzeitig und gut schwimmen lernen, denn so werden ein Großteil der Badeunfälle mit schwerwiegenden Folgen verhindert. gj

Die Trainingszeiten der unterschiedlichen Ausbildungsform sind jeweils freitags von 19 bis 20.30 Uhr. Ansprechpartnerin ist Anne Alfes, E-Mail: kirchhellen@bottrop.dlrg.de

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