Den Rotbach zieht es in den Rhein

Ein kleiner roter Bach ist Namensgeber für ein Tal und einen Radweg zum Niederrhein – Bergsenkungen fordern ihren Tribut auch beim Rotbach

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Im Bereich der Kirchhellener Heide ist der Rotbach naturbelassen und lädt gerne zu einer Abkühlung ein.

Der zweite Teil unserer Kirchhellener Bachgeschichten widmet sich dem Rotbach. Er gilt als der charaktervollste Bach Kirchhellens. Seinen Namen geben ihm die rostfarbenen Ablagerungen, denn der Rotbach bildet sich hinter dem Stauwehr des Grafenmühlenteiches. Er speist sich aus dem Vennbach am Fuß der Halde Haniel. Im weiteren Verlauf wird der Bach dann wiederum Ebersbach genannt und verläuft in nördlicher Richtung bis zur Grafenmühle, wo das Gewässer zu dem Grafenmühlenteich eingestaut wird. Weitere Zuflüsse sind der Springbach, Vennbach und der Dirlingsgraben.

Weiter zieht es den Rotbach unter den Alten Postweg in die Kirchhellener Heide, wo er noch heute auf reichlich krummen Wegen gen Dinslaken fließt. Das hiesige Rotbachtal ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einem Wander- und Radweg geworden, vor allem im Bereich westlich der Grafenmühle zieht es Montainbiker an, die den ruppigen Wegeverlauf für ihre Stunts nutzen. Bis hin zur Sträterei verläuft er in mehr oder weniger ursprünglichem Flussbett. Doch nachdem er den Schwarzbach aufgenommen hat, ist es vorbei mit der Anmut. Denn vor der Provinzgrenze zu Dinslaken an ist der Rotbach in den dreißiger Jahren begradigt worden. Bergsenkungen haben jedoch vor allem in diesem Bereich dem Rotbach stark zu schaffen gemacht, so dass es mittlerweile Planungen des Lippeverbandes für die naturnahe Umgestaltung des Rotbaches zwischen dem Zusammenfluss Rotbach/Schwarzbach und dem Rückhaltebecken Rotbachsee in Dinslaken gibt, mit dem Ziel, dem Fließgewässer Rotbach wieder ein natürliches Gesicht zurückzugeben. Dennoch lässt sich entlang des Baches die Rotbachroute bis hin zum Rückhaltebecken in Hiesfeld und von dort weiter bis nach Götterswickerham zum Rhein ideal mit dem Fahrrad fahren. Das ist übrigens die kürzeste Strecke, die mit dem Rad zum Rhein führt. gj

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