Foto: Jessica Hellmann

Für die Energiewende sensibilisieren

Die SL Bürgerenergie hat 15 Schulen mit Solar-Displays ausgestattet – Auch im Rathaus kann ein Display bestaunt werden

Gladbeck - Wer vor dem Gladbecker Bürgeramt im Neuen Rathaus wartet, muss sich in Zukunft nicht mehr langweilen: Stattdessen können Besucher nun auf einem Solar-Display verfolgen, wie viel Strom die Fotovoltaik-Anlagen der SL Bürgerenergie produzieren.

Das Gladbecker Unternehmen nutzt die Dächer öffentlicher Gebäude in der Stadt, um grünen Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen. Dazu gehören auch 15 Schulen, die in den vergangenen Monaten ebenfalls mit sogenannten Solar-Displays ausgestattet wurden. Dort können die Schüler live zuschauen, wie viel Energie an ihrer Schule gewonnen wird.
Im Rathaus wird ab sofort anhand von übersichtlichen Darstellungen die Gesamtleistung aller Solaranlagen angezeigt.„Damit sind wir ein Stück mehr Solar-Stadt geworden“, freut sich Bürgermeister Ulrich Roland. Sauberer Strom werde so für jeden sichtbar. „Durch die Displays werden die Menschen für die Energiewende sensibilisiert. Vor allem an den Schulen soll mehr Bewusstsein für dieses Thema geschaffen werden“, erklärt Klaus Schulze Langenhorst, Geschäftsführer der SL Bürgerenergie. Dabei werden aber nicht nur Zahlen, sondern weitergehende Informationen angezeigt. „Die Displays können ganz einfach in den Unterricht einbezogen werden“, fährt Schulze Langenhorst fort. Zudem sollen sie genutzt werden, um Informationen für Veranstaltungen oder Vertretungspläne anzuzeigen.
Auch im Rathaus können Nachrichten oder Terminhinweise eingeblendet werden. Gefördert wurden die Displays in den Schulen übrigens vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Das Display im Rathaus hat die SL Bürgerenergie Gladbeck selbst finanziert und der Stadt zur Verfügung gestellt. An dem Unternehmen, das auch eine Windenergieanlage in Ellinghorst errichtet hat, sind rund 200 Bürger beteiligt.
Insgesamt betreibt die SL Bürgerenergie  mittlerweile 30 Fotovoltaikanlagen im Stadtgebiet, die 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren können. Zusammen mit dem Windrad könnten damit rund 1.500 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Die CO2-Einsparung liegt bei 4.000 Tonnen. jh

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