Erste Probenentnahme zeigt Wirkung

Die Erde, auf der Ölfässer lagen, wurde ausgetauscht

Kirchhellen – In Sachen Müllalarm in Hardinghausen tut sich etwas. Die Bodenproben, die in dem Bereich entnommen wurden, auf dem die Ölfässer lagen, haben eine Bodenbelastung ergeben.

Durch Abtragen des Erdreichs innerhalb dieser Fläche konnte eine direkte Gefahr für das Grundwasser ausgeräumt werden. Da es sich jedoch erstmal nur um einen relativ kleinen Bereich handelt, wird eine flächendeckende Beprobung noch vor Weihnachten erfolgen. „Wir werden noch in dieser Woche entsprechende Aufträge erteilen, damit noch vor dem vierten Advent die notwendigen Proben genommen werden können, um eventuelle Gefahren schnell erkennen zu können“, sagt Ulrich Schulze vom Presseamt der Stadt Bottrop.


Zur Erinnerung:

Anfang Dezember wurden durch Spaziergänger auf dem Gelände eines als illegal eingestuften Schrottplatzes am Alten Postweg erst Ölfässer und bei genauere Betrachtung jede Menge weiterer Sondermüll entdeckt. Mitten durch das Wasserschutzgebiet zieht sich ein fußballplatzgroßes Areal, das offensichtlich als Lagerfläche für Altöle, Autoreifen, Kühlschränke, Nachtspeicheröfen, Propangasflaschen, Dämmwolle, Lacke und anderen Sondermüll, den der Laie nicht näher erkennen kann, dient. Dazu gesellen sich nicht identifizierbare Fässer, Bauwagen und Schrottelemente, die entweder ganz oder zu einem großen Teil im Erdreich begraben liegen. Was Anwohner schon vor 15 Jahren hinterfragt haben und bereits in einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht erörtert wurde, könnte auf absehbare Zeit zum Gau führen.


Der zuletzt unterverpachtete Schrottplatz wurde vor einigen Monaten von Polizei und Ordnungskräften der Stadt geräumt. Kurz nach Bekanntwerden des Fundes sind die BEST und die Feuerwehr aktiv geworden und entfernten Ölfässer von dem Grundstück. Bereits vor fünf Jahren gab es eine große Räumungsaktion, nach deren Abschluss man beim Umweltamt davon ausgegangen war, dass sich das Problem erledigt habe. In der Folgezeit aber wurde das Grundstück illegal untervermietet. Ein holländischer Betreiber führte dort einen regen Handel mit Kupfer. Dieser wurde jüngst unterbunden. Seitdem ruht die Fläche und auf ihr jede Menge undefinierbarer Müll, der hoffentlich bald entfernt wird - ohne Spuren im Grundwasser zu hinterlassen.


(11. Dezember 2007)
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