Finanzämter fusionieren

Nun also doch, die beiden Oberhausener Finanzämter werden zusammen gelegt

Die geschäftsführende Landesregierung hat ihre Entscheidung bekräftigt, die beiden Oberhausener Finanzämter zusammenzulegen und einen Neubau neben dem Metronom-Theater am Centro zu errichten. Auf neuerliche Anfrage der Stadt schrieb Finanzminister Dr. Helmut Linssen, der die Standortfrage sechs Wochen vor der Kommunalwahl nach eigenen Worten „zur Chefsache“ gemacht hatte, wörtlich an Oberbürgermeister Klaus Wehling: „Der Neubau eines fusionierten Finanzamtes Oberhausen soll daher am Standort Amsterdamer Straße errichtet werden. Die aus Sicht der Finanzverwaltung notwendigen Anforderungen an eine konkrete Standortentscheidung sind dort in idealer Weise erfüllt.“ Zuvor hatte Helmut Linssen in seinem Schreiben die von städtischer Seite erneut vorgeschlagene Variante abgelehnt, das innenstadtnahe Finanzamt Oberhausen-Süd nach Abriss der benachbarten Justizvollzugsanstalt zu erweitern, um dort Platz für ein fusioniertes Oberhausener Finanzamt zu schaffen und die City von Alt-Oberhausen zu stärken.
Oberbürgermeister Klaus Wehling kommentierte die Entscheidung Linssens mit Unverständnis und Enttäuschung: „Dabei handelt es sich hoffentlich um die letzte Fehlentscheidung dieser Landesregierung zu Lasten Oberhausens. Wer kurz vor der Kommunalwahl gehofft hatte, das Finanzministerium würde unsere Sachargumente doch noch ernsthaft prüfen und berücksichtigen, muss nun erkennen, dass es dem Minister offenkundig nur um Zeitgewinn und Wählertäuschung ging.“ gk

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