20 Jahre Ökolandbau Rotthoffs Hof

Landesminister stattete Kirchhellen einen Besuch ab und wirbt für ökologischen Landbau

Anfang September eröffnete der neue Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel mit einem Besuch auf dem Naturland-Betrieb Rotthoffs Hof offiziell die diesjährigen Aktionstage Ökolandbau NRW, die vom 3. bis 12. September landesweit durchgeführt wurden. Das 20. Hoffest auf dem Kirchhellener Diakoniehof bot die passende Kulisse, schließlich konnten das Team vom Rotthoffs Hof und die Initiatoren der Aktionstage mehr als tausend Besucher bei strahlendem Sonnenschein begrüßen. „Zwanzig Jahre ökologischer Landbau in Kirchhellen und das gepaart mit dem integrativen Arbeitsfeld für behinderte Menschen machen den Rotthoffs Hof zu einer besonderen Einrichtung“, sagte Johannes Remmel.
Angefangen hat 1986 alles durch die Initiative des damaligen Diakoniepfarrers Hermann Schneider als Alternative zur „normalen“ Werkstatt für Behinderte. Der ökologische Landbau kam in Frage, weil die Arbeit mit gefährlichen Stoffen und hochspezialisierten Geräten
für behinderte Menschen ein Gefahrenpotenzial darstellt. Darüber hinaus können die Klienten alle Abläufe und Produktionsschritte von der Aussaat über die Ernte, bis zur Verarbeitung und zum Verkauf an die Kunden auf dem Hof mitmachen und erleben.
Zum Rotthoffs Hof gehören zehn Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, 100 Schweine-Mastplätze, Hühner, Obstwiesen und eine Reitanlage. Der Hof ist Teil des Diakonischen Werkes Gladbeck-Bottrop-Dorsten und mehr als ein reiner Öko-Betrieb: 85 Menschen mit Behinderung arbeiten in der Landwirtschaft oder in der Verarbeitung von Gemüse und Kartoffeln. Der Hof bietet außerdem therapeutisches Reiten für Kinder und Jugendliche an.
Werner Burhoffe, seit der Gründung Betriebsleiter des Hofs, freut sich, dass „sein“ Hof sich in den vergangenen Jahren zu einem Vorzeigebetrieb entwickeln konnte: „Wir haben hier auf dem Ökohof ein hohes Identifikationspotenziel der Menschen mit ihrer Arbeit.“ gj

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