Foto: Gaby Eggert

Flüchtlingshilfe Kirchhellen sagt Danke

Weitere Zuweisungen von Flüchtlingen ab November 2017 – Werner Hüppe und Marion Enbergs legen Ende des Jahres ihr Amt nieder

Kirchhellen - Eine klare Struktur und die Einteilung der Ehrenamtlichen in verschiedene Gruppen stellen in Kirchhellen die Flüchtlingsarbeit und Integration der ausländischen Gäste sicher. Da war es auch mal Zeit, den gut 120 Personen dafür Danke zu sagen. Aus diesem Grund waren die vielen ehrenamtlichen Helfer zu einer gesellig-informativen Zusammenkunft ins Brauhaus eingeladen.

Allerdings gab es dabei auch einen Wermutstropfen. Denn der Sprecher und Koordinator der Helfer Werner Hüppe sowie Marion Enbergs ziehen sich zum Ende des Jahres aus dem vierköpfigen Leitungsteam und der Flüchtlingsarbeit zurück. Hüppe möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, nannte er als Beweggrund. Nachfolger gibt es noch nicht, das teilte Werner Hüppe mit. Marion Arlt-Elosua und Ferdinand Schmitz sind nach wie vor dabei.
Viel ist in den vergangenen Jahren geschaffen worden. Hüppe zeigte sich stolz über das verlässliche  Engagement der vielen Helfer, die es unter anderem möglich machten, dass nahezu alle Flüchtlingskinder schwimmen können. Außerdem wurden 70 Fahrräder an die Gäste ausgegeben.

Eine ganz wichtige Anlaufstelle für alle sei das „Cafe Vielfalt“. Allerdings öffnet dieses in Zukunft nicht mehr wöchentlich seine Pforten, sondern  jeweils am ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr im Pfarrheim St. Johannes. Eingerichtet wird zusätzlich eine Sprechstunde an jedem zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 17 Uhr. Von Erfolg gekrönt sei bisher auch die Welcome-Gruppe, die Flüchtlingskinder betreut, berichtete Hüppe. Hier sei die Finanzierung für ein weiteres Jahr sicher gestellt.
Zu Gast war an diesem Abend auch Rebecca Steinert, Sachgebietsleiterin im Sozialamt der Stadt Bottrop, die sich für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kräften im Ort bedankte. „Ab Mitte November gibt es weitere Zuweisungen und zwar wöchentlich bis zu 13 Personen im gesamtem Stadtgebiet.“ Davon werden auch welche in den Kirchhellener Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Diese Nachricht brachte sie aus dem Rathaus mit. Allerdings hätten diese Menschen ein Bleiberecht und stünden auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das bedeute, dass diese sich auch eigenständig eine Wohnung suchen können. Aber: „Das wird aufgrund der Wohnungsmarktlage schwierig werden“, so Steinert. Das Jugendkloster stehe wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung, so die Vermutung Hüppes. Derzeit wären dort noch drei Familien untergebracht. Auch in anderen Unterkünften gebe es kaum freie Kapazitäten. Fragezeichen also, die im Raum stehen blieben.

Eine weitere nette Nachricht gab es dann noch: Nach Rücksprache mit den Eltern bezüglich des Inhaltes wird der Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen an Weihnachten Tüten mit „Süßkram“ für die Flüchtlingskinder spenden. ge

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